Visions Party im Forum, da fällt
einem im voraus doch erst-
mal nur eins zu ein: "Hervorragend! Gute
Bands für wenig
Asche!". An diesem Abend standen dann
auch Zeke, Biffy
Clyro und die Million Dollar
Marxists auf der Bühne in der
alten Boge-Fabrik. Ich denke für
6 Euro Eintritt ist das auf
jeden Fall Pflichtprogramm.
Mich persönlich interessierten hauptsächlich
die Million
Dollar Marxists. Die Kanadier sind
mit ihrem Debüt-Album
"Give It A Name" für mich eine der
Newcomerbands über-
haupt. Diese Platte kann auch ihr beschissenes
Design
nicht in den Boden stampfen. Da die Jungs
den Abend er-
öffnen sollten war für natürlich
pünktliches Erscheinen Pflicht!
Trotz aller guten Vorsätze schaffte
ich es nicht vor 21.15 Uhr
ins Forum, doch ich hatte Glück:
Auch der Konzertbeginn
verzögerte sich um 20 Minuten, so
dass ich noch die kom-
plette Show der Kanadier mitbekam. Die
legten dann auch
mit ihrem absoluten Hit "Do The Emotion"
los. Natürlich ein
wundervoller Opener, doch meiner Meinung
nach viel zu
früh verfeuert. Leider war auch der
Mischer bei diesem
Song noch nicht ganz auf der Höhe,
so dass man vom Ge-
sang nicht wirklich viel mitbekam. Schade.
Auch wenn die
Band sich reglich bemühte konnte
sie das schon gut gefüll-
te Forum nicht für sich gewinnen:
Direkt vor der Bühne blieb
es leer und unbewegt, auch wenn der Sänger
versuchte die
Leute mit seinem Mikrophonekabel zu fangen.
Mal auf der
Bühne, mal vor der Bühne spielten
die Jungs fast ihr kom-
plettes Album durch (logisch, wenn eine
Band erst ein Al-
bum hat). Auch meiner Erwartungen konnten
die Million
Dollar Marxists
bei weitem nicht Erfüllen: Die Catchyness
der Songs ging in dem erhöhten Tempo
und dem kaum
wahrzunehmenden Gesang unter. Schade,
schade!
Als nächstes waren Biffy Clyro
an der Reihe. Vor der Bühne
wurde es jetzt richtig voll und ab dem
ersten Song wurde
auch gut getanzt. Die Jungs mischten melancholisch,
ruhige
Parts mit purer Aggression. Nicht meine
Musik, aber dem
Publikum gefiel es.
Headliner des Abends waren Zeke,
wobei diese kaum mehr
abgefeiert wurden als Biffy Clyro.
Die Jungs zogen ihre Show
wie gewohnt durch: kein Rumgelabber, ein
Song nach dem
anderen und zwar in einem mörderischen
Tempo. Wenn
irgendeine Band das Gaspedal durchtritt,
dann Zeke! Mich
hauten die Jungs alles andere als vom
Hocker, bis auf die
ersten 10 Sekunden Intro klangen für
mich alle Songs ziemlich
gleich: Motörhead auf Speed!
Nix für mich. Das Publikum
ging auch nicht so ab, wie man es bei
einem derart vollen
Raum hätte erwarten können.
Nach 60 Minuten und zwei kur-
zen Zugabeblöcken war dann Feierabend.
Nach der Live-Musik, die mich zugegebener
Maßen an die-
sen Abend nicht ganz überzeugt hat,
wurde dann zu Musik
aus der Konserve noch ordentlich gefeiert!
Für 6 Öcken ne
Runde Sache!
BB