Wieder einmal lud die Charlottenburg zum "Charlotte rockt"-Festival
nach Spenge. Einlass war schon um 18 Uhr, Beginn sollte um 19 Uhr sein.
Gerade an der Charlottenburg angekommen sah ich, dass doch schon eine
beträchtliche Anzahl sehr junger Menschen um diese unmenschliche
Uhrzeit anwesend war. Als erstes traf ich die Kollegen von den 21 LICKS
die sich gerade eine Kiste Bier gekauft hatten, weil's in der Burg
kein
Bier für die Bands gab. Schonmal ein starker Anfang...
Um 19.15 Uhr ging dann BURNING MIND auf die Bühne. Die Jungs kamen
an-
scheinend aus dem Keller, wo sie seit Wochen über Suizid nachgedacht
hatten. Die Musik lässt sich als Nirvana in 2-3 Stufen härter
be-
schreiben, bei den Texten hab ich meistens nur fetzen wie "I want do
die" verstanden. Trotzdem gefiel mir die Band eigentlich recht gut,
vor allem die Stimme des Sängers. Also wer auf Nirvana steht,
sollte
sich ruhig einmal ein Konzert der Jungs anschauen.
Als zweite Band spielten SONNETJULY. Ich glänzte durch Abwesenheit
und schaute mir lieber Leute an, die sich Trombosespritzen in den
Bauch rammten.
Nun folgte der Hammer: YELL OF RAGE! Der Saal war mit ca. 80 Leuten
voll, das Publikum hatten anscheinend nur auf diese Band gewartet.
Das Licht ging aus, ein Keyboardintro erklang, das Publikum kreischte,
das Licht ging an und es ging los. Das Publikum rastete bei dem Emo/
Hardcore Sound der Jungs völlig aus. Pogo im ganzen Saal, Stagediven...
Die 4 Jöllenbecker und Spenger haben ihr letztes Konzert vor der
einjährigen Pause wirklich zu einem Highlight gemacht. Ich hab
lange
nicht mehr so ein geiles Konzert von einer Lokalband gesehen. Sie
spielten die Hits von ihrer CD "in good Spirits" und das Publikum
sang lauthals mit. Mit "Show me he Sense of War" gab es auch noch ein
gutes Statement zu einem zur Zeit leider sehr aktuellen Thema. Ich
kann
nur sagen: grandiose Show, starkes Publikum! (auch wenn ich eigentlich
nicht so auf Emo stehe!)
Als letzte Band folgten die 21 LICKS und auch die hatten ihre Fans
mit-
gebracht. Der Saal war gegen 21.45 Uhr immer noch recht voll und die
Jungs legten los. Das bekannte Publikum sang die Texte mit und ging
von
Anfang an ab. Neben einigen "Klassikern" gab es natürlich auch
"Reverence for you", "Blitzkrieg Bob" von den Ramones, sowie zwei neue
Songs, die ich leider nicht mehr mitbekam, weil ich dringend weg
musste.
BB