Als ich um halb 9 den Bunker betrat, war
der Laden noch relativ leer,
was sich aber zum Glück noch im Laufe
des Abends änderte. Insge-
samt waren später mit über 100
Leuten für ‚nen Sonntagabend die
„Hallen“ gut gefüllt.
Man hielt sich noch Backstage auf, um das
Catering zu genießen, nur
Saverio (u.a. Roadi von Vanilla Sky)
musste seinen Merchstand be-
wachen.
Um kurz nach neun betraten dann die 4 Jungs
von Alice D. die Bühne,
es wurde viel über neue und alte
T-shirts geredet, über das Gefühl wie
es ist mit dem Rücken bzw. seinem
Hinterteil zum Publikum zu stehen,
über Italienischkünste e.t.c.
Zwischendurch wurde auch noch fröhlich
musiziert. Highlight war, als sie in der
Mitte ihres Set nicht nur gesang-
lich sonder auch Bühnen-Action-Technisch
weibliche Unterstützung be-
kamen, - es durfte gekugelt werden. Um
zwanzig vor 10 war dann mit
„21 and dead“ schluss mit lustig.
Wie üblich spielten Vanilla Sky
„your words“ als Opener. Dann entschul-
digte sich Vinx (Gitarre und Gesang) erst
mal dafür, dass er keinen Au-
genkontakt mit dem Publikum haben könne,
für ihn sei das eine neue
Konzerterfahrung, weil diese Bühnenkonstellation
eher an Proberaumat-
mosphäre erinnere. Dann ging es weiter
mit „waisting all my time“ und
einem etwas neurem Lied „x-mas girl“.
Nach „wait for the sun“ sang das
Publikum dann auch mehr oder minder lauthals
bei “distance” mit, Visions
-all-areas56 sei dank. Die Stimmung
war super, so kam auch VS Lieb-
lingscoversong „1000 miles“ von Vanessa
Carlton gut an. Diesmal wurde
nicht, wie sonst üblich, ein Gastsänger
aus dem Publikum auf die Bühne
geholt, sondern wir wurden aufgefordert
alle den chorus zum besten zu ge-
ben. Cisco (Bass) machte zwischenzeitlich
Witze über Luca (Drums), den
„er sich zum Glück normalerweise
nicht auf Konzerten angucken müsste“.
Mit „neverfalling star“ wurden dann noch
einmal etwas ruhigere Töne an-
geschlagen bevor dann Saverio (Merch-Mann
und Mädchen für alles) sei-
nen großen Scream-Part bei „ghost
track“ übernahm, was bei den Zu-
schauern gut ankam.
Die 4 Jungs verschwanden trotz lautem Applaus
von der Bühne, und ich
war schon etwas enttäuscht, weil
sie normalerweise nach dem offiziellen
Schlusssong „ghost track“ noch ein, zwei
Lieder dranhängen. Und siehe da,
Brian und Luka kamen wieder und auch auf
Cisco und Vinx musste nicht
viel länger gewartet werden. Sichtlich
gerührt, bedankten sie sich und frag-
ten nach speziellen Liedwünschen.
Man einigte sich auf „the point“. Cisco
fand ein Tampon (unbenutzt und eingeschweißt
!) am Bühnenrand und stek-
kte es sich in die Ohren, bzw. warf später
seine Bandmates damit ab und
wunderte sich, was es in Deutschland für
komische Fangeschenke gäbe.
Mit „not your friend“ ging ein gutes,
- wenn auch etwas unormal-ruhiges, VS-
Konzi zu Ende. Trotz der, durch die Raumaufteilung
im Bunker, etwas er-
schwerten Bedingungen wurde an dem Abend
ordentlich gerockt und Pub-
likum und Bands waren vollauf zufrieden.
Wiebke