Schon wieder Skaters
Palace, ich glaube ich bin zu oft in Münster...
aber was soll man
machen, wer will schon Weihnachten zuhause
rumhängen?
Also auf zur "Rohe Weihnachten - Indoor Festival Tour"!
Pünktlich um
19 Uhr betraten anscheinend Trend die Bühne, als wir
um 19.20 Uhr den
noch nicht übermässig gefüllten Skaters Palace
betraten waren die
jedenfalls schon ordentlich am rocken. Die hoch-
gelobten Newcomer
konnten mich nicht sonderlich überzeugeen, mag
daran liegen, dass
ich nicht mehr viel von der Band mitbekam, kann
aber auch daran
liegen, dass der Sound einfach nicht eingängig war
und einfach an mir
vorbeilief.
Um 19.45 Uhr betraten
dann The Movement die Bühne des schon
etwas gefüllteren
Skaters Palace. Die Kopenhagener in Anzug konn-
ten mit ihrem ModSkaPunk
mal wieder überzeugen. Zu Hits wie "Wai-
ting" und "Loosing
you" wurde gut getanzt, am besten kam "Control
your Temper" beim
Münsteraner Publikum an. Neben den bekannten
Hits von ihrem Debüt-Album
"Move" spielten die Dänen auch zwei neue
Songs, von denen
man sagen kann, dass sie Lust auf mehr machen.
Zugaberufe nach
dem Auftritt konnten die Jungs leider nicht wieder
auf die Bühne
zurückholen.
Dann war es an der
Reihe für den ersten Headliner des Abends: Muff
Potter begannen
ihr Heimspiel mit dem grandiosen "100 Kilo Herz"
und hatten damit
gleich bei mir gewonnen. Im weiteren Set spielten
sich die Jungs kreuz
und quer durch die beiden letzten Alben "Heute
wird gewonnen, bitte."
und "Boardsteinkantengeschichten". "Take a
run at the Sun"
wurde schon relativ früh verbraten und heizte die Stim-
mung weiter an.
Einen Gruß an einen anderen Club in Münster sen-
deten die Wahlmünsteraner
mit "22 Gleise später", einem von zwei
neuen Songs im Set.
Auch "Sgt. Mangelkrämer" wurde gespielt und
natürlich mussten
die Jungs nach 50 Minuten Spielzeit noch einmal
zurückkommen.
Im Zugabeblock gab es, mit Gruß an 7 Seconds,
"Young until I die"
und mit "Unkaputtbar" den traditionell letzten Song
im Set der Jungs.
Ein wirklich guter Auftritt, hat mir super gefallen, die
Jungs sind live
einfach stark. Die beiden neuen Songs kann ich nach
der Live-Präsentation
noch nicht wirklich einschätzen, einer war ein
ziemliches Gemetzel,
da heißt es auf das Album warten. Schade fand
ich nur, dass die
Jungs nicht den ein oder anderen alten Hit gespielt
haben, aber man
kann ja nicht alles haben.
Der mittlerweile
volle, wenn auch nicht ausverkaufte, Skaters Palace
wartete jetzt nur
noch auf eine Band. Aus den Boxen ertönte ein Intro
das "The Final Countdown"
verhackstückelte, glücklicherweise gab
es keinen Commander
Starfuck, dann legte die Terrorgruppe auch
gleich richtig los:
Als Opener gab es das Intro von "Russenhitler", das
direkt in "Gestorben
auf dem Weg zur Arbeit" überging. Gleich ein
hammermässiger
Auftakt und das Publikum drehte einfach nur am Rad.
Archi präsentierte
sich in neuem, punkigen Bühnenoutfit: Blonder Iro
und Militärhemd
mit Aufnähern. Die Jungs spielten jede Menge alte Hits,
wie z.B. "Ich bin
ein Punk" und "Schöner Strand", und redeten ersteinmal
garnicht von Abschied.
Einen besonders fröhlichen Eindruck machte
Johnny Bottrop,
der mit "Adolf Hitler (dem sein Bart)" und "Ozonloch-
Lied" sogar seine
beiden Solo-Auftritte im Set hatte. Wirklich stark war
auch, dass erstmals
die B-Seite "Politiker-Lied" sowie der Jazz-Hit "5
Kilo" mit im Set
waren. Auf die neue Single "Fischer-Technik" wurde
glücklicher
Weise auch verzichtet, so dass man tatsächlich den ganzen
Abend von Commander
Starfuck verschont blieb. Das Publikum war
begeistert und natürlich
durften die Berliner nicht ohne Zugabe gehen.
Der Zugabenblock
war dann der Oberhammer: Den Anfang machte
"Blitzkrieg Bop"
von den Ramones und ich kann euch sagen, das klingt
von der Terrorgruppe
mindestens 1000mal so gut wie von den Misfits,
die ich, mit Marky
Ramone am Schlagzeug, ja vor ein paar Wochen im
Skaters Palace gesehen
hatte. Weiter ging es mit "Hey Ho Let's Go"
diesmal jedoch im
Terrorgruppe-Song
"Amerika". Es folgte endlich mal
wieder die legendäre
Punkrock-Karaoke: Zwei Mädels aus dem Publi-
kum versuchten sich
an "Deutschland" von Slime. Textlich gesehen
kannten sie zwar
nur den Refrain, doch das reichte dem Publikum um
völlig auszurasten.
Dann sprachen die Jungs den bevorstehenden Büh-
nen-Abschied an
und verabschiedeten sich mit "Wir müssen raus".
Wie schon auf der
letzten Tour kamen die Jungs nach ca. 5 Minuten je-
doch nocheinmal
auf die Bühne, um für den harten Kern noch einen Song
zu spielen: In bester
Hip Hop Manier und mit Klo-Rollen-Panflöte wurde
"Scheisslied" zum
Abschied performt, danach verteilte Steve noch aller-
hand Schlagzeug-Utensilien
an die verblieben Leute und vorbei war es.
Definitiv einer
der besten, wenn nicht der beste Terrorgruppe Auftritt den
ich je gesehen hab:
Ein geniales Set, super Songauswahl! Die Aggro-
popper dürfen
einfach nicht aufhören...
18 Euro ist natürlich
schon ein happiger Preis, doch man bekam einiges
geboten für
sein Geld: Die Auftritte von Muff Potter und besonders der
Terrorgruppe
waren einfach nur stark! Besser hätte ich mir mein letztes
Punkrock-Konzert
für dieses Jahr nicht vorstellen können.
BB