Wenn die Ska-Punker aus Hamburch kommen ist natürlich Anwesenheitspflicht
dachte
ich mir und machte mich auf ins Kamp. Überpünktlich war ich
sogar schon vor Einlass
da und musste mir die Wartezeit ersteinmal mit ein paar Bierchen und
anderen alkoholischen
Getränken vertreiben. Alk und Medikamente in Kombination sind
nicht so die super Sache
und so war ich doch recht angedüselt, als die Türen aufgingen!
Macht ja nix, denn so ein
Profi-Journalist wie ich schreibt doch so'nen Konzertbericht mit links...
und das als Rechts-
händer... pfui rechts...
Das Kamp wurde voller, als ich es erwartet hatte, ich würde so
auf 400 Leute tippen. Das
lag zum Teil vielleicht auch an der bielefelder Support Band Black
Redstart. Diese wahren
auf den ersten Blick als Studenten zu erkennen und hatten einige Studentenfreunde
mitge-
bracht die sonst wohl nicht auf ein Rantanplan-Konzert gehen würden.
Etwas verspätet um
21.15 legten die zwei Damen und zwei Herren dann auch los. Es gab einiges
an Coversongs
(natürlich etwas "aufgepunkt") und einige eigene Songs auf die
Ohren. Mich hat's nicht über-
zeugt, der Sound der Band war einfach noch nicht eins. Ich begann mich
schon langsam zu
langweilen, als mir die Band doch noch sympathisch wurde. Als Zugabe
gab es mit Saxophone-
Unterstützung "Walking on Sunshine". Beim ersten Versuch verkackte
die Band total, was sie
mir sehr sympathisch machte. Beim zweiten Versuch klappte es dann und
es wurde ein bischen
gepogt.
Nach 45 Minuten kamen dann auch endlich Rantanplan! Das hamburger
Quintett begann sein
Set gleich mit den beiden absoluten Oberhammern "Thu den Ska" und "Gegen
den Trend". Im
Publikum gab's natürlich bei dem Anfang kein halten mehr. Bester
Ska-Punk! Gegen den Trend
ging es auch weiter mit der Befürchtung "Alles wird Pop", dann
gab's noch "Samba" und, meiner
Meinung nach, schwächte das Set dann langsam etwas ab. Es kamen
zweifelsfrei gute Songs, je-
doch fehlte den meisten einfach ein bischen der Ohrwurmcharakter. Kaum
ein Zeile bleibt auch
anhieb hängen. Sehr gut waren Hingegen die hibbeligen Ansagen
vom hyperaktiven Basser... Ein
paar neue Songs wurden gespielt, die mich nicht unbedingt vom Hocker
rissen, sich aber auch
nicht als negativ in meinem Kopf festsetzten.
Es folgten Songs wie "Atheismus", "Hamburg" und "Zombie Che". Die Bläserabteilung
ver-
schwand zwischenzeitlich für 3-Song Blocks von der Bühne
und trank ein Bier während der
Rest weitermachte. Die Ansagen hatten es auch in sich, so wurde Rudi
Dutschke als "der geilste
Student den Deutschland je hatte" dargestellt. Zwischendurch durften
dann auch nochmal die feiern-
den Mädels von Black Redstart auf die Bühne und singen,
sehr nett! Rantanplan beendeten ihr
recht langes Set (27 Songs) mit dem Coversong "Solitary Man", "Höroin"
(Ansage: "Jedes mal
wenn ich das Radio kurz anstelle könnte ich kotzen), dem Ohrwurm-Singalong
"Jeder so wie er
kann" und als letzten Song "Flucht". Sehr gut war auch ein Saitenwechsel
auf der Bühne, der mit
allerhand Improvisation überbrückt wurde. Im Zugabenteil
gab's noch "120", "Panther", "Last Exit"
und "Monstershit". Alle waren zufrieden , die meisten schwitzten und
dann war Feierabend.
Fazit:
Ein wirklich gutes Konzert! Zu einem wirklich überragenden Konzert
fehlten mir einfach die Ohr-
würmer und ein wenig auch die Eingängigkeit die Ska-Songs
sonst so mit sich bringen.10 Euro AK
fand ich an sich recht heftig für den Abend, aber ist halt nen
normaler Kamp- und Rantanplanpreis.
An sich aber auf alle Fälle ein lohnende Sache (so ein Rantanplan-Konzert)!
BB