Prometheus, Kluten Ede & Die Flamingos, u.a.
Herford / Fla Fla - 04.06.05

Zwei neue Bands an einem Abend, da zeigt sich der geneigte
Musikfreund doch gespannt was er geboten bekommt.

Den Anfang im bereits früh gut gefüllten Herforder Fla Fla
machten Kluten Ede & Die Flamingos. Die Kombo aus
Enger und Sundern wurde von mir aufgrund eines Mißver-
ständnisses fälschlicherweise im Voraus als "eine Misch-
ung aus jüdischer und skandinavischer Folkmucke und
Rock" angekündigt, entpuppte sich dann aber doch als
eine verdammt gute Ska-Punkband mit Folk-, Reggae und
sogar Rockabilly-Einflüssen à la Living End. Alle waren an-
getan, ein wirklich hervorragender erster Auftritt. Besonders
Gitarrist und Ober-Hippie Joscha E. konnte mit seinen
gekonnten barfüssigen Kampfsprüngen das Publikum be-
geistern...
... dann musste er sich jedoch ganz schnell wieder Schuh-
werk anziehen, denn als nächstes musste er bei der her-
forder Punkrockkombo Happy But Not Satisfied das Schlag-
zeug kräftig bedienen. Man schreibt natürlich nicht gern
über sich selbst darum an dieser Stelle nur: Wie immer gab
es deutschsprachigen Punkrock zwischen Pop und reinem
Gemetzel und Texte zwischen Politik und Spass. Den über
100 Zahlenden scheint es auch gefallen zu haben... darum
an dieser Stelle nur: vielen Dank.
Es folgte der erste Auftritt der Herforder Post-Grunge Com-
bo Prometheus. Die Jungs klingen live noch 1000 mal bes-
ser als auf ihrer Demo-CD "Injurear". Leider wurde es im
Fla schon leerer, aber die die noch da waren gingen ordent-
lich mit. Auch hier gilt: Ein hervorragender erster Auftritt.
Auf der Bühne haben die Jungs einen Touch mehr Punk-
rock im Blut und das zeigte sich dann auch im letzten Song:
Zu "Blitzkrieg Bop" rief Gruschka mich auf die Bühne und
ich durfte nochmal ran. Leider fielen mir spontan nur drei
Akkorde des Songs ein, aber das störte anscheinend nie-
manden. Das Publikum rastete zum altbekannten Ramones-
Hit richtig aus, alle mögliche Leute sprangen auf die Bühne
und gröhlten mit, ich spielte mir die Finger blutig... ein ganz
großer Ende!
Aber noch lange nicht das Ende des Abends: Down To Cry
legten mit ihrem Metalcore im mittlerweile recht leeren Fla
los. Musikalisch anspruchsvoll startete das Quintett aus Bün-
de und Enger durch und Sänger Manuel schrie sich die See-
le aus dem Leib...
Als letztes durften dann Left.Right.Here auf die Bühne. Die
Jungs gefielen mir wieder ausgezeichnet. Zwischen Punk
und Emo angesiedelt brachten die Jungs einen richtig satten
Sound auf die Bühne. Die verbliebenen feierten nochmal
ordentlich, ich feierte und merkte garnicht mehr wie stramm
ich eigentlich schon lange war... super Abend.

Basti