Zwei neue Bands an einem Abend, da zeigt
sich der geneigte
Musikfreund doch gespannt was er geboten
bekommt.
Den Anfang im bereits früh gut gefüllten
Herforder Fla Fla
machten Kluten Ede & Die Flamingos.
Die Kombo aus
Enger und Sundern wurde von mir aufgrund
eines Mißver-
ständnisses fälschlicherweise
im Voraus als "eine Misch-
ung aus jüdischer und skandinavischer
Folkmucke und
Rock" angekündigt, entpuppte sich
dann aber doch als
eine verdammt gute Ska-Punkband mit Folk-,
Reggae und
sogar Rockabilly-Einflüssen à
la Living End. Alle waren an-
getan, ein wirklich hervorragender erster
Auftritt. Besonders
Gitarrist und Ober-Hippie Joscha E. konnte
mit seinen
gekonnten barfüssigen Kampfsprüngen
das Publikum be-
geistern...
... dann musste er sich jedoch ganz schnell
wieder Schuh-
werk anziehen, denn als nächstes
musste er bei der her-
forder Punkrockkombo Happy But Not
Satisfied das Schlag-
zeug kräftig bedienen. Man schreibt
natürlich nicht gern
über sich selbst darum an dieser
Stelle nur: Wie immer gab
es deutschsprachigen Punkrock zwischen
Pop und reinem
Gemetzel und Texte zwischen Politik und
Spass. Den über
100 Zahlenden scheint es auch gefallen
zu haben... darum
an dieser Stelle nur: vielen Dank.
Es folgte der erste Auftritt der Herforder
Post-Grunge Com-
bo Prometheus. Die Jungs klingen
live noch 1000 mal bes-
ser als auf ihrer Demo-CD "Injurear".
Leider wurde es im
Fla schon leerer, aber die die noch da
waren gingen ordent-
lich mit. Auch hier gilt: Ein hervorragender
erster Auftritt.
Auf der Bühne haben die Jungs einen
Touch mehr Punk-
rock im Blut und das zeigte sich dann
auch im letzten Song:
Zu "Blitzkrieg Bop" rief Gruschka mich
auf die Bühne und
ich durfte nochmal ran. Leider fielen
mir spontan nur drei
Akkorde des Songs ein, aber das störte
anscheinend nie-
manden. Das Publikum rastete zum altbekannten
Ramones-
Hit richtig aus, alle mögliche Leute
sprangen auf die Bühne
und gröhlten mit, ich spielte mir
die Finger blutig... ein ganz
großer Ende!
Aber noch lange nicht das Ende des Abends:
Down To Cry
legten mit ihrem Metalcore im mittlerweile
recht leeren Fla
los. Musikalisch anspruchsvoll startete
das Quintett aus Bün-
de und Enger durch und Sänger Manuel
schrie sich die See-
le aus dem Leib...
Als letztes durften dann Left.Right.Here
auf die Bühne. Die
Jungs gefielen mir wieder ausgezeichnet.
Zwischen Punk
und Emo angesiedelt brachten die Jungs
einen richtig satten
Sound auf die Bühne. Die verbliebenen
feierten nochmal
ordentlich, ich feierte und merkte garnicht
mehr wie stramm
ich eigentlich schon lange war... super
Abend.
Basti