Peter Pan Speedrock, Shark Soup, Jumbo Queen
14.10.05 – Bielefeld / Kamp
 

Im Mai sah ich die Holländer von Peter Pan Speedrock zum ersten mal in
Münster als Support von Turbonegro, und ich war sofort begeistert. Das
Trio aus Eindhoven hält was der Name verspricht. Somit war es für mich
klar zu ihnen ins Kamp zu fahren.

Beginnen sollte das ganze um 21.00 Uhr, also halb 9 losgefahren, Freunde
eingesammelt und dann auf zum meinem ersten Besuch im Kamp.

Kamen kurz nach 9 an, und wenige Minuten später stiegen auch schon
Jumbo Queen aus Bielefeld auf die Bühne. Viele Leute waren noch nicht
im Raum, doch nach und nach kamen dann an die 100 Leute, von denen
aber nur vereinzelt welche Tanzten oder sich sonst wie bewegten. Musika-
lisch boten Jumbo Queen Rock’n’Roll, der mich stellenweise an die Aus-
tralier von The Living End erinnerte, wobei der Gesang eindeutig nach El-
vis und Konsorten klang. Nach 30 Minuten war Schicht und es wurde, trotz
Zugabe rufen, umgebaut.

Als zweite Band des Abends standen Shark Soup auf dem Programm die
ordentlichen Punk’n’Roll boten, jedoch mit starkem ´77er Einschlag, was
auch am Bassisten zu erkennen war, der rein äußerlich auch locker bei
The Briefs oder bei den Shocks hätte mitspielen können. Dieses wurde
vom Publikum jedoch nicht honoriert, und so verzogen sich die anfänglich
über 150 Besucher, was sicherlich auch damit zu tun hatte, das viele Me-
taller anwesend waren. Das ganze dauerte eine Stunde und gegen viertel
vor 11 verließen Shark Soup die Bühne.

Nach kurzer Umbaupause betraten die Holländer von Peter Pan Speedrock
die Bühne, und wie! Die musikalischen Einflüsse liegen bei PPSR eindeutig
bei Motörhead und Turbonegro, hinter denen sie sich aber keinesfalls ver-
stecken müssen. Ein weiterer guter vergleich ist Zeke, jedoch spielen Pe-
ter Pan Speedrock deutlich mehr Rock’n’Roll.

Als erstes wurde mit "Cock-Teaser" vom aktuellen Album "Spread Eagle",
in den mittlerweile gefüllten Raum (auch eine gute Zahl Turbojünger war
anwesend), gerast. Vor der Bühne ging nun viel mehr als beim Support und
so wurde ordentlich Pogo getanzt. Gitarrist Peter van Eldern schleuderte
ein Gitarrenbrett nach dem anderen in den Raum, welche das Publikum dan-
kend aufnahm. Leider war der Sound nicht so gut und so konnte man vom
Gesang nicht sehr viel hören. Doch auch so war das Publikum sehr zufrie-
den, und schrie begeistert bei Liedern wie "Go Satan Go" oder "Big Toy" mit.
Für die Anwesende Turbujugend spielten die die drei, die Mitglieder bei der
TJ Eindhoven sind, "Sailor Man" von Turbonegro, was das Publikum endgül-
tig zum Ausrasten brachte. Es folgten noch Brecher wie "Rockcity", "Killer-
speed" oder "Hellalujah!". Während des gesamten Sets wurde das Tempo
hochgehalten, es gab nur sehr kurze Ansagen, und wenn man dachte mehr
geht nicht, wurde noch mal kräftig aufs Gaspedal getreten, wozu Bassist
Bartman, aber grade auch Drummonster Bart mit seiner Dubble-Bassdrum,
einiges beitrugen . Nach ca. einer Stunde verließen PPSR die Bühne um
wenig später mit "Auf der Axe" und "Motörblock" noch mal kräftig in den Ar-
sch zu treten.

Nach insgesamt etwas über einer Stunde war das Ganze, trotz stattlicher
Setlist, zu Ende, was auch nicht verwunderlich ist, da kaum ein Song die
Länge von 2:30 Minuten überschreitet. Die Holländer hatten sich richtig ver-
ausgabt, was man ihnen deutlich ansah, als sie fast von der Bühne fielen.

Fazit:
Ein wirklich schöner Abend: Wer auf sehr sehr schnelle Musik steht sollte
sich die Drei ungedingt mal ansehen. Negativ fand ich jedoch die hohen Ge-
tränkepreise im Kamp. 2,20 € für ein Beck’s und 2,00 € für ein Vitamalz sind
für ein Jugendzentrum eindeutig zu viel.
 

Jack Daniel

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