Im Mai sah ich die Holländer von Peter
Pan Speedrock zum ersten mal in
Münster als Support von Turbonegro,
und ich war sofort begeistert. Das
Trio aus Eindhoven hält was der Name
verspricht. Somit war es für mich
klar zu ihnen ins Kamp zu fahren.
Beginnen sollte das ganze um 21.00 Uhr,
also halb 9 losgefahren, Freunde
eingesammelt und dann auf zum meinem ersten
Besuch im Kamp.
Kamen kurz nach 9 an, und wenige Minuten
später stiegen auch schon
Jumbo Queen aus Bielefeld auf die
Bühne. Viele Leute waren noch nicht
im Raum, doch nach und nach kamen dann
an die 100 Leute, von denen
aber nur vereinzelt welche Tanzten oder
sich sonst wie bewegten. Musika-
lisch boten Jumbo Queen Rock’n’Roll,
der mich stellenweise an die Aus-
tralier von The Living End erinnerte,
wobei der Gesang eindeutig nach El-
vis und Konsorten klang. Nach 30
Minuten war Schicht und es wurde, trotz
Zugabe rufen, umgebaut.
Als zweite Band des Abends standen Shark
Soup auf dem Programm die
ordentlichen Punk’n’Roll boten, jedoch
mit starkem ´77er Einschlag, was
auch am Bassisten zu erkennen war, der
rein äußerlich auch locker bei
The Briefs oder bei den Shocks
hätte mitspielen können. Dieses wurde
vom Publikum jedoch nicht honoriert, und
so verzogen sich die anfänglich
über 150 Besucher, was sicherlich
auch damit zu tun hatte, das viele Me-
taller anwesend waren. Das ganze dauerte
eine Stunde und gegen viertel
vor 11 verließen Shark Soup
die Bühne.
Nach kurzer Umbaupause betraten die Holländer
von Peter Pan Speedrock
die Bühne, und wie! Die musikalischen
Einflüsse liegen bei PPSR eindeutig
bei Motörhead und Turbonegro,
hinter denen sie sich aber keinesfalls ver-
stecken müssen. Ein weiterer guter
vergleich ist Zeke, jedoch spielen Pe-
ter Pan Speedrock deutlich mehr
Rock’n’Roll.
Als erstes wurde mit "Cock-Teaser" vom
aktuellen Album "Spread Eagle",
in den mittlerweile gefüllten Raum
(auch eine gute Zahl Turbojünger war
anwesend), gerast. Vor der Bühne
ging nun viel mehr als beim Support und
so wurde ordentlich Pogo getanzt. Gitarrist
Peter van Eldern schleuderte
ein Gitarrenbrett nach dem anderen in
den Raum, welche das Publikum dan-
kend aufnahm. Leider war der Sound nicht
so gut und so konnte man vom
Gesang nicht sehr viel hören. Doch
auch so war das Publikum sehr zufrie-
den, und schrie begeistert bei Liedern
wie "Go Satan Go" oder "Big Toy" mit.
Für die Anwesende Turbujugend spielten
die die drei, die Mitglieder bei der
TJ Eindhoven sind, "Sailor Man" von Turbonegro,
was das Publikum endgül-
tig zum Ausrasten brachte. Es folgten
noch Brecher wie "Rockcity", "Killer-
speed" oder "Hellalujah!". Während
des gesamten Sets wurde das Tempo
hochgehalten, es gab nur sehr kurze Ansagen,
und wenn man dachte mehr
geht nicht, wurde noch mal kräftig
aufs Gaspedal getreten, wozu Bassist
Bartman, aber grade auch Drummonster Bart
mit seiner Dubble-Bassdrum,
einiges beitrugen . Nach ca. einer Stunde
verließen PPSR die Bühne um
wenig später mit "Auf der Axe" und
"Motörblock" noch mal kräftig in den Ar-
sch zu treten.
Nach insgesamt etwas über einer Stunde
war das Ganze, trotz stattlicher
Setlist, zu Ende, was auch nicht verwunderlich
ist, da kaum ein Song die
Länge von 2:30 Minuten überschreitet.
Die Holländer hatten sich richtig ver-
ausgabt, was man ihnen deutlich ansah,
als sie fast von der Bühne fielen.
Fazit:
Ein wirklich schöner Abend: Wer auf
sehr sehr schnelle Musik steht sollte
sich die Drei ungedingt mal ansehen. Negativ
fand ich jedoch die hohen Ge-
tränkepreise im Kamp. 2,20
€ für ein Beck’s und 2,00 € für ein Vitamalz sind
für ein Jugendzentrum eindeutig zu
viel.
Jack Daniel
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