Gerne erinnere ich mich an das Movement
Konzert im
letzten Jahr zurück. Über 300
Besucher sorgten dafür,
dass das AJZ aus allen Nähten platzte.
Legendär ist
auch, dass das Publikum der Band nach
der letzten Zu-
gabe einfach den Weg von der Bühne
versperrte, so dass
die Jungs noch einige Songs, aus ihrem
bis dahin knap-
pen Repertoire, doppelt spielen musste.
Die Erwartungen
an das diesjährige Konzert waren
dementsprechend hoch.
The Italian Stallion fielen wegen
Krankheit leider aus und
wurden durch eine Hardcore Band, deren
Name mir leider
entfallen ist, ersetzt. Die Jungs boten
eine gute Hardcore-
Show mit einigen Metaleinflüssen
und coolen Screamings
vom Sänger. Ich fragte mich zwar,
warum man so eine
Band als Vorband von The Movement
wählt, da ich die
Jungs aber ganz in Ordnung fand akzeptierte
ich das ein-
fach mal und genoss zumindest Teile der
Show.
Anschließend waren Kylesa
an der Reihe. Das Quartett
aus den Staaten hat sich dem Doom-Hardcore
verschrie-
ben und war damit bei mir von anfang an
durchgefallen.
Anders sah es jedoch bei anderen Publikumsteilen
aus,
vor der Bühne füllte es sich
deutlich und Köpfe nickten
energisch. Musikalisch, im Sinne von Instrumentbeherr-
schung und Gesang bzw. Geschrei, war an
der Band
nichts auszusetzen, wenn sie sich nur
einer anderen Rich-
tung verschrieben hätte. Naja, kann
ja nicht alles nach mei-
nem Geschmack sein. Positiv zu erwähnen
ist auf jeden
Fall die Bühnenpräsenz der Gitarristin/Backgroundsänger-
in, die hat wirklich gezeigt, dass harte
Bands nicht nur was
für Männer ist. Ich guckte mir
den ersten Song sowie die
zwei Zugaben der Combo an, den Rest verbrachte
ich lie-
ber draußen.
Dann war es endlich so weit: Die ModPowerPopSkaSwing
Punk-Helden aus Kopenhagen machten sich
bereit, vor
der Bühne wurde es immer voller.
The
Movement began-
nen mit "Karl Marx" vom neuen Album und
legten mit "No
Regrets" und dem Titelsong des Albums
"Revolutionary
Sympathies" gleich zwei neue Songs nach.
Vor der Bühne
ging es auch gleich gut ab und schon nach
den ersten Son-
gs war ich mir sicher: Die neuen Movement
Songs ziehen
live richtig gut und sind sogar besser
als ein Großteil der
Songs vom Vorgänger "Move".
Es folgte dann auch gleich der Titeltrack
des Vorgängeral-
bums, der ebenfalls ziemlich abgefeiert
wurde. Die Dänen
traten natürlich wie immer elegant
gekleidet im Anzug auf,
Sänger und Gitarrist Lukas überzeugte
wieder durch sei-
nen einzigartigen Bewegungsstil auf der
Bühne.
Langsam half auch die Belüftung des
AJZ nichts mehr und
es ging mit dem langsameren "A little
Rain" weiter. Mein per-
sönlicher Lieblingssong "More Products"
stand dann auch
irgendwann auf der imaginären Setlist
und es ging nochein-
mal richtig ab. Gegen Ende des Sets gab
es dann noch ein-
mal verstärkt Songs vom Debüt-Album
"Move"...
Zugaben musste es natürlich auch
geben: In zwei oder drei
Blöcken gab es Songs wie "Control
your Temper", "Waiting"
oder das Blues Brothers Cover "Everybody".
The Movement machen einfach immer
wieder Spass, vor
allem in Clubs. Auch wenn die Stimmung
in diesem Jahr
nicht ganz so überkochte wie im letzten,
so konnten mich
doch besonders die neuen Songs überzeugen.
Alles in al-
lem spielte die Band die besten Songs
von beiden Alben und
somit war ich rundum zufrieden. Einen
Gang zum Merchan-
dise konnte ich mir dementsprechend nicht
verkneifen, zu-
mal die Dänen erstmals ansehnliche
Shirts bei sich hatten.
Lediglich im Bezug auf die Vorbands würde
ich in Zukunft zu
einer sich etwas besser ergänzenden
Kombination raten,
aber das liegt ja bei der Bookinggruppe
im AJZ und nicht bei
The Movement.
BB
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