Und mal wieder AJZ! Natürlich wieder voller Vorfreude ging es in
die Heeper Str. denn
es sollte nun endlich zum Auftritt von The Movement kommen.
Diese hatten ja bei der
letztjährigen Halloween Party absagen müssen, weil ein Bandmitglied
ärztliche Hilfe auf-
suchen musste, oder so ähnlich...
Den Anfang machten aber erstmal Unruh! aus Bielefeld. Das Quartett
bot eine Mischung
aus Punk, Metal und Ska mit weiblichem Gesang. Die Vier hatten gut
Leute mitgebracht
und so war es schon recht voll. Die sozialkritischen Texte kamen ganz
gut an, brachten den
Funken aber noch nicht richtig zum überspringen,ein paar Leute
gingen aber schon ganz
gut ab. Als Zugabe wiederholten sie ihren Song "Alter Freund".
Dann machten sich The Revolvers aus Bochum startklar. Geschminkt
und mit stilvoll ge-
kleidet ging's mit "Bodies" von den Sex Pistols los. Ich war begeistert,
aber der Rest des
nun noch volleren Saals noch etwas eingefroren. Es gab guten Rock'n'Roll
Punk auf die
Ohren. Mir gefiel wirklich und auch das Publikum taute auf, als ein
Iro ein paar Leute an-
rempelte ging der Pogo los, als hätten alle nur darauf gewartet,
dass irgendwer den Anfang
macht. Nach einigen Songs, wie z.B. "War at the Corner Shop" und "What
happend to my
attitude" wurden dann auch die ersten Kleidungsstücke abgelegt
und es kam unter anderem
ein Hemd mit einem R.A.F.-Stern und der Aufschrift "Rock'n'Roll Terrorist"
zum Vorschein.
Weiter ging's mit "Ain't got no Sense" und "R'n'R Babylon", was dazu
führte, dass sich die
bandeigenen Groupies, im kurzen Rock usw., am Bühnenrand völlig
verausgabten. Die Stimmung
war gut, Aktionen wie mitsingendes oder mitklatschendes Publikum gingen
aber, zur allgemeinen
Belustigung, völlig daneben. Nach "Realize", "Do you have the
Time" und "Real Life Horrorshow"
war das reguläre Set beendet. Das Publikum forderte Zugaben, woraufhin
die Revolvers mu-
sikalisch "No Clash Reunion" forderten. Dann gab's mit "R'n'R Terrorist"
noch den Song zum
T-Shirt und als Abschluss "Postcard". Alle waren zufrieden, ich war
begeistert.
Dann war es auch an der Zeit für die Dänen. The Movement
machen, für alle die es noch nicht
wissen, Mod-Powerpop-Ska-Punk. Sympathisch, denn ohne Setlist, legten
sie los, was das Zeug
hält. Ich war mal wieder von Anfang an begeistert wie das Trio
abging. Im Grunde genommen
spielten sie ihr komplettes Debut-Album "Move!" durch und das Publikum
ging einfach nur ab.
Songs wie "Get Pissed" und "One Way Culture" trafen genau den Nerv
der Zuschauer. Mich
riss am meisten "Waiting" um, das ja einige auch vom "Aggropop Sampler"
kennen dürften.
Dann war auch schon Feierabend. Feierabend? Nein noch lange nicht!
Denn erstmal musste es
die "regulären" Zugaben geben. Die Band spielte also noch zwei
Songs, dann sollte Ende sein.
War aber nicht! Das Publikum schrie solange, bis die Jungs tatsächlich
noch einmal ungeplant
wiederkamen. Es gab "Everybody" von den Blues Brothers,dann
war das Repertoire der Combo
erschöpft. Das störte das Publikum aber keineswegs. Die Band
wiederholte also den ersten
Song nochmal und wollte dann die Bühne verlassen. Ging aber nicht,
denn das Konzert endete
in einer Art Geiselnahme, natürlich im positiven Sinn. Drei Leute
hinderten die Band, durch kon-
sequentes in-den-weg-stellen, daran die Bühne zu verlassen, der
Rest schrie einfach Zugabe und
so gab es zwei weitere Songs. Dann kämpfte sich die Band, völlig
erschöpft, von der Bühne.
So etwas gab's noch nie! Wunderbare Sache, gute Band
Fazit:
Das AJZ hat mal wieder ein geiles Konzert auf die Beine gestellt und
mit 6 Euro auch einen
wirklich ordentlichen Eintrittspreis. Ich bin AJO-Fan!