The Busters
29.12.04 - Bielefeld / Ringlokschuppen

Wie immer wenn sich das Jahr dem Ende neigt und es draußen
bitter kalt ist kommen aus dem beschaulichen Wiesloch die Bus-
ters um uns mit einer warmen, sonnigen Portion Ska zu verwöh-
nen. Unter dem Einfluss ihres Japan-Tour stehend, sind die 11
Musiker zur Zeit unter dem Motto "Japanized" unterwegs. Wie
in jedem Jahr handelte es sich bei dem Busters Konzert um  das
zivilisierteste, sauberste, edelste und gepflegteste  Konzert des
Jahres und in diesem Jahr sogar um mein persönliches Jahres-
abschlußkonzert!

Als wir pünktlich um 19.30 Uhr zum Einlass da waren, war natür-
lich noch kein Schwein da und sogar die Theke im Hochglanz-
Ringlokschuppen bot noch Sitzgelegenheiten. Gegen 20.30
Uhr (eigentlicher Konzertbeginn) füllte sich der Laden dann, so
dass das Konzert mit den üblichen 15 Minuten verspätung um
21.45 Uhr beginnen konnte. Auf das Intro, dass die Band mit den
Worten "This is an Orchestra!" ankündigte, folgte der standesge-
mäß instrumentale Opener, bevor dann Sänger Richez die Büh-
ne betrat und mit "Scooter Maniacs" den ersten Song zum bes-
ten gab. Es folgten Songs wie "Skank down" und "Think'in of you"
und das bielefelder Publikum forderte ein "Basssolo". Der etwas
schüchterne Rolf ließ sich nicht lange bitten und es gab eine spon-
tane Funk-Einlage.
Dann war es auch schon an der Zeit für einen neuen Song mit
dem Titel "Tokyo Ska Zone": Nach dem traditionellen "Revolution
Rock" Album mal wieder was schnelles. Der Song macht wirklich
Lust auf mehr. Weiter ging es mit japanischem Liedgut in Form
von "San-gen-ja-ya" und "Sukiyaki".
Das Publikum hatte nicht lange gebrauchte um sich warm zu tan-
zen, ging jedoch anfangs recht sparsam mit Solistenapplaus um;
und das völlig zu unrecht, denn was Fischi da aus seinem Tenor-
Saxophone zauberte war wirklich stark.
Es folgten abwechslungsreiche Songs wie "Beautiful Girl", "Ruder
than Rude" und "Dirty Money", so das wirklich jeder auf seine Kos-
ten kam. Der gesundheitlich angeschlagene Richez bekam hin
und wieder durch Instrumentallstücke wie "Dr. Phibes" seine Aus-
zeit.
Wirklich starke Soli-"Battle" gab es mehrfach zwischen Trompeter
Hardy, Posaunist Rob und Tenor-Saxophonist Fischi: Einwandfrei!
Bei "Rule of having Fun" bekam sogar Strefan sein Drummsolo,
bevor dann bei "Mickey Mouse in Moscow" die erste Reihe die
starr-darstehende Band nachäffte. Es folgten mit "Revolution Rock"
und "The Other Day" die beiden besten Songs vom aktuellen Album
"Revolution Rock", dann gab es mit "No Risk, no Fun" und "Dead or
Alive" natürlich nochmal einen richtigen Endspurt.
Im ersten Zugabeblock gab es "Be Positive" und "Liebe macht
blind", im zweiten dann "Is This The Way, das viel geforderte "Sum-
mertime" und zum Abschied noch das ruhige "Watchin'you".
Ein fantastisches Set, mit einem guten Mix aus ruhigen Rocksteady
Nummern und schnelleren Two Tone und Third Wave Ska Songs.
Neben den Gitarrensoli von Alex, war das Orgelsolo von Schramme
für das Highlight im Set. Mal ganz von den drei weiteren Basssoli
abgesehen. Ein hochmusikalischer Abend und nicht nur ich, sondern
auch meine Mutter war begeistert... und die muss es wissen! Da
bleibt nur die Trauer um das Elfenbein...

BB