Wie immer wenn sich das Jahr dem Ende neigt
und es draußen
bitter kalt ist kommen aus dem beschaulichen
Wiesloch die Bus-
ters um uns mit einer warmen, sonnigen
Portion Ska zu verwöh-
nen. Unter dem Einfluss ihres Japan-Tour
stehend, sind die 11
Musiker zur Zeit unter dem Motto "Japanized"
unterwegs. Wie
in jedem Jahr handelte es sich bei dem
Busters Konzert um das
zivilisierteste, sauberste, edelste und
gepflegteste Konzert des
Jahres und in diesem Jahr sogar um mein
persönliches Jahres-
abschlußkonzert!
Als wir pünktlich um 19.30 Uhr zum
Einlass da waren, war natür-
lich noch kein Schwein da und sogar die
Theke im Hochglanz-
Ringlokschuppen bot noch Sitzgelegenheiten.
Gegen 20.30
Uhr (eigentlicher Konzertbeginn) füllte
sich der Laden dann, so
dass das Konzert mit den üblichen
15 Minuten verspätung um
21.45 Uhr beginnen konnte. Auf das Intro,
dass die Band mit den
Worten "This is an Orchestra!" ankündigte,
folgte der standesge-
mäß instrumentale Opener, bevor
dann Sänger Richez die Büh-
ne betrat und mit "Scooter Maniacs" den
ersten Song zum bes-
ten gab. Es folgten Songs wie "Skank down"
und "Think'in of you"
und das bielefelder Publikum forderte
ein "Basssolo". Der etwas
schüchterne Rolf ließ sich
nicht lange bitten und es gab eine spon-
tane Funk-Einlage.
Dann war es auch schon an der Zeit für
einen neuen Song mit
dem Titel "Tokyo Ska Zone": Nach dem traditionellen
"Revolution
Rock" Album mal wieder was schnelles.
Der Song macht wirklich
Lust auf mehr. Weiter ging es mit japanischem
Liedgut in Form
von "San-gen-ja-ya" und "Sukiyaki".
Das Publikum hatte nicht lange gebrauchte
um sich warm zu tan-
zen, ging jedoch anfangs recht sparsam
mit Solistenapplaus um;
und das völlig zu unrecht, denn was
Fischi da aus seinem Tenor-
Saxophone zauberte war wirklich stark.
Es folgten abwechslungsreiche Songs wie
"Beautiful Girl", "Ruder
than Rude" und "Dirty Money", so das wirklich
jeder auf seine Kos-
ten kam. Der gesundheitlich angeschlagene
Richez bekam hin
und wieder durch Instrumentallstücke
wie "Dr. Phibes" seine Aus-
zeit.
Wirklich starke Soli-"Battle" gab es mehrfach
zwischen Trompeter
Hardy, Posaunist Rob und Tenor-Saxophonist
Fischi: Einwandfrei!
Bei "Rule of having Fun" bekam sogar Strefan
sein Drummsolo,
bevor dann bei "Mickey Mouse in Moscow"
die erste Reihe die
starr-darstehende Band nachäffte.
Es folgten mit "Revolution Rock"
und "The Other Day" die beiden besten
Songs vom aktuellen Album
"Revolution Rock", dann gab es mit "No
Risk, no Fun" und "Dead or
Alive" natürlich nochmal einen richtigen
Endspurt.
Im ersten Zugabeblock gab es "Be Positive"
und "Liebe macht
blind", im zweiten dann "Is This The Way,
das viel geforderte "Sum-
mertime" und zum Abschied noch das ruhige
"Watchin'you".
Ein fantastisches Set, mit einem guten
Mix aus ruhigen Rocksteady
Nummern und schnelleren Two Tone und Third
Wave Ska Songs.
Neben den Gitarrensoli von Alex, war das
Orgelsolo von Schramme
für das Highlight im Set. Mal ganz
von den drei weiteren Basssoli
abgesehen. Ein hochmusikalischer Abend
und nicht nur ich, sondern
auch meine Mutter war begeistert... und
die muss es wissen! Da
bleibt nur die Trauer um das Elfenbein...
BB