Busters-Konzerte im Elfenbein: Platzmangel, Schweiß und weinende
Wände... ach
wie war das schön! Ein bischen wehmütig fuhr ich schon zum
Ringlokschuppen, dem
neuen bielefelder Zuhause der Busters. Ich rechnete mit einem
halb leeren Konzert
in einer großen Halle, von meinen schlechten Münster-Erinnerungen
an die Setlist mal
ganz zu schweigen. Wenn das mal nicht Schwarzsehen-Deluxe ist! Aber
oftmals kommt
es dann ja doch ganz anders... manchmal auch nur ein bischen anders...
Aber auf jeden Fall anders kam es im Ringlokschuppen. Ich kam erst
gegen 20.00
an und es war, welch Überraschung, wirklich voll. Der Laden war
zwar nicht überfüllt
und die Leute standen auch nicht richtig gedrängt, aber immerhin
standen sie von vorne
vor der Bühne bis nach hinten durchgehend.
Etwas verspätet gegen 20.30 legten die 11 dann auch los. Intro
- Akkordeon - "Mickey
Mouse in Moscow". Das Publikum wußte mit seiner neugewonnenen
Bewegungsfreiheit
noch nicht wirklich etwas anzufangen und reagierte freundlich, aber
auch ein wenig zu-
rückhaltend. Leider in keinster Weise mit einem ersten Song im
Elfenbein zu vergleichen.
Aber nett war's trotzdem. Es folgte "Rude Vibrations" und das Publikum
taute noch ein
Stück weiter auf. Bei der Begrüßung wieß Richie
auch gleich auf das Elfenbein hin,
schickte Grüße und drückte seine Hoffnung aus, dass
es im Ringlokschuppen ähnlich
gut abgehen würde wie früher in besagtem Elfenbein.
Es folgten "I don't like your music" und "Revolution Rock". Letzteres
für "The Clash,
eine der besten Bands die es gibt!", naja ob es die noch gibt weiß
ich ja auch nicht so
genau... Das Publikum geriet noch ein bischen mehr in Schwung und applaudierte
heftigst
bei einem "Trompete vs. Posaune Battle". Dann wurde die Mucke aber
auch schon wieder
sehr ruhig und chillig.
Das große Tributzollen ging mit "The other Day", vom neuen Album,
und "Tribute to
Skatalites" weiter, die beide den Skatalites gewidmet wurden. Dann
war auch schon "Six
Beers & Rocksteady Music" an der Reihe. Das Publikum war begeistert
und es war mal
wieder Skanken angesagt. Weiter gefielen mir "Scooter Maniac" und "Dirty
Money" heute
ziemlich gut.
Dann war es wieder an der Zeit für Gitarrengott Alex und das Intro
von "Birthday Song",
das Publikum ging wieder ordentlich ab und Rob zeigte seine Rückenschmerzen
nicht all-
zu sehr und tanzte weiter fröhlich mit. Dann gab es irgendwelches
Improvisiere, dass mir nicht
weiterhalf...
Tanzenzeit: Das große Finale mit "Ubgani Stomp", "Dead or alive",
"Ruder than Rude",
"Summertime" und "No risk no fun". Schweiss, Geschupse, Jupii! Natürlich
gab es auch wieder
Zugaben. Vor der ersten Zugabe gab es jedoch erstmal ein Basssolo.
Weltpremiere! Das Pub-
likum tobte und verlangte nach mehr. Es wurde noch ein bischen geslapt,
dann ging's an die re-
gulären Zugaben. Starkes, spontanes Basssolo! "Trial & Error"
und "Do ya thing" sagten mir im
ersten Teil am meisten zu. Im zweiten Zugabeteil gab's noch "Rosita"
und "Wendy", dann war
Feierabend. Rob ging mal wieder als letzter und feierte sich selber,
alle waren zufrieden. Ein Kum-
pel war zum ersten Mal auf einem Busters-Konzert und völlig begeistert!
Fazit:
Das Set stimmte mich diesmal friedlich (auch wenn es kaum verändert
worden war). Ein gutes
Konzert, jedoch kommt es nichtmal in die Nähe der Elfenbein-Konzerte!
Die Busters rocken
immernoch ungemein, jedoch haben sie letztes Jahr eindeutig mehr gerockt...
rocken die eigent-
lich wirklich? Oder musizieren die? Was machen die eigentlich? Auf
jeden Fall gute Musik!
BB