Bluekilla, Rnji, Stroh
31.10.03 - Bielefeld/AJZ

Halloween-Party und Konzert im AJZ, da freut man sich natürlich immer,
vor allem wenn The Movement angekündigt sind. Es sollte also ein Mod
und Ska Abend werden und damit auch ja alle pünktlich kommen betrug
der Eintritt bis 20 Uhr auch nur 5 Oi, danach 7. Am Eingang gab' auch gleich
den ersten Shock: The Movement haben abgesagt, dafür sollten Stroh aus
Spanien spielen. Trotz des "Spareintritts" bis 20 Uhr wurde es im AJZ erst
langsam voller.
Als um 21 Uhr dann Stroh auf die Bühne gingen war der Saal jedoch schon
gut gefüllt. Die Spanier machten Skacore und der hatte es in sich. Die fordersten
Reihen konnten sich von Beginn an ein leichtes Mittänzeln nicht verkneifen
und die Band erkämpfte sich mit leichtigkeit das Publikum. Der Sound der
Band klang sehr nach Ska-P, nur halt ein bischen härter. Das Publikum ging
bald vollkommen mit und forderte nach dem Ende des Sets sogar Zugaben.
Ich muss sagen, ich war wirklich begeistert. Wer braucht da noch die Dänen,
wenn es so fantastische "Ersatzbands" gibt?
Im AJZ wurde es immer  voller und Rnji aus Frankreich betraten die Bühne.
Mit ihrer Mischung aus Raggae und Ska zeigten sie die ganz andere Seite
der Ska Musik. Die Rocksteadyklänge verzauberten das Publikum jedoch
mindestens genauso, wie Stroh es vorher zum abgehen animiert hatten.Wieder
wurde viel getanzt und mir gefiel besonders der französische Frauengesang in
Verbindung mit dieser doch sehr raggaelastigen Ska-Variante.
Zum Schluss betrat die münchener Ska-Legende Bluekilla die Bühne. Die
Jungs spielten schon mit dem Godfather of Ska Laurel Aitken zusammen  und
sind somit aus der deutschen Ska-Geschichte nicht mehr wegzudenken. Zu
den Two-Tone Klängen tanzte das ganze, mitterlweile volle, AJZ. Die Musik
war wohl am ehsten mit den Busters vergleichbar. Ich fands super, auch wenn
mir die beiden "Vorbands" besser gefielen.
Dann startete auch die 80er Halloween Party mit leckeren Cocktails und
veganem Essen. Super! Ich berechnete Mal, dass man an diesem Abend
theoretisch 43 Euro sparen konnte, denn The Busters kosten 16 Euro Eintritt
und hier hat man für 5 Euro gleich drei gleichwärtige, wenn auch nicht mit der
Musik von den Busters direkt vergleichbare, Bands gesehen, die einem das
ganze Spektrum der Ska-Musik gezeigt haben. Unverschämt waren nur die
Preise, für die die Bands ihre CDs verscheuern wollten (ich hab das was von
15 Oi gelesen!). Für alle Ska-Liebhaber auf jeden Fall ein wirklich super
Konzert!
       BB