Hey, eine von drei Stung Out Soloshows
in Deutschland fand
eine im Bielefelder Kamp statt, da erschien
mir Anwesenheit
auch nach 12 Stunden Uni ratsam. Gerade
weil mir das neue
Album "Exile In Oblivion" so gut gefällt,
war ich heiß auch
mein erstes Konzert der Kombo. Vor der
Show war jedoch
erstmal verpeiltes durch die Gegend laufen
meiner Seits, an-
gesagt: Leute nicht erkannt, unfreundlich
geguckt... so macht
man sich Freunde!
Pünktlich um 21 Uhr betraten dann
Alice
D in Orchesterstärke
die Bühne des völlig überfüllten
Kamps... äh... nee... jetzt mal
in echt: Bis 21 Uhr hatten sich weniger
als von mir erwartet
im Kamp eingefunden, um Alice D
in der abgespeckten Drei-
Mann-Variante zu erleben. Doch alle Nicht-Anwesenden
haben
wirklich was verpasst: Auch als Trio sind
Alice D ein Erlebnis!
Ohne die zweite Gitarre kommen Gitarre
von Ingo und Bass
von David besonders gut zur Geltung, das
hat zur Folge, dass
man a) jeden Verspieler hört, b)
aber auch das ein oder andere
nette Detail hört, das sonst nicht
so zum Vorschein kommt. Die
Jungs nahmen das begrenzte Publikum recht
locker, machten
den ein oder anderen Joke und waren nach
gut 25 Minuten auch
schon fertig. Highlight im Set: "Coffee
& Cigarettes".
Als nächstes waren Death Before
Disco an der Reihe. Die musi-
kalisch hochwertigste Band des Abends
bot Emo und Hardcore.
Leider fehlten den Songs an der ein oder
anderen Stelle ein
paar Background Screamings, ansonsten
war aber alles ok.
Mir gefielen vor allem die beiden Gitarristen,
trotzdem muss man
sagen, dass die Jungs das machen, was
zur Zeit viele machen
und damit nicht wirklich rausstechen.
Als Strung Out dann irgendwann die
Bühne betraten waren es
schätzungsweise 100-150 Leute (ich
garantiere für nichts) im
Kamp. Die Fatwreck Kombo legte mit "Velvet"
los, was wahre
Freudenstürme im Publikum auslöste:
Erst wurde Mitgesungen,
dann bildete sich innerhalb von Sekunden
ein netter Moshpit.
Es folgte "Skeletondanse" und ich muss
sagen:
die Nummer
gefällt mir auf Platte besser.
Weiter ging es mit "Ultimate", "Razor
Sex" und "Asking". Die
Band, natürlich ganz in schwarz gekleidet,
machte eine gute
Show und kommunizierte mehr mit dem Publikum
als man es
von der ein oder anderen amerikanischen
Hardcore Band ge-
wohnt ist.
Nach "Too close" und "Firecracker" folgte
dann mit "Analog"
auch endlich der grandiose Opener des
neuen Albums.
Sänger Jason Cruz verteilte den ein
oder anderen Schnaps, be-
vor es dann wieder richtig zur Sache ging.
Das Publikum feierte die Band ganz gut
ab, ich war von den Live-
Qualitäten der Kombo nicht übermässig
überwältigt. War zwar
nicht schlecht, doch alles in allem kann
ich sagen: Klingt auch
Platte besser.
Das Ende makierten "Scarlet" und "Match
Book". Anschlißend
bedankten sich die Jungs mit Handschlag
beim Publikum, plau-
derten noch ein bißchen und Gitarrist
Rob Ramos schnorrte
sich Zigaretten. Sympathische Band.
Alles in allem ein ganz netter Montagabend
im leider etwas leeren
Kamp. Strung Out konnten mich live
nicht 100%ig überzeugen,
Alice D dafür sogar als Trio,
also eine runde Sache...
Basti
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