Sick of it all, Most Precious Blood, Bleeding Through
29.12.04 - Hamburg / Markthalle

Sick of it All live...heute sollte es endlich passieren, die letzten 3 Jahre war ich immer verhindert,
und darum fuhr ich dann dieses Jahr auch extra bis nach Hambrug...aber gut. Nach dem Rubber-
slime-Konzert von gestern, wo ich besonders von Rubberslime enttäuscht war, und die starken
Popperklopper leider nicht ganz gesehen habe, freute ich mich natürlich umso mehr auf den Abend.
So hatten wir nach organisatorischem Hin und Her dann unseren Interview-Termin, zwar glatte 3
Stunden später als angekündigt...aber egal. Nach dem Interview begann dann auch die erste Vor-
band "Bleeding Through". Ich drücks mal ganz nett aus: Nicht mein Fall. Der Sänger hatte ab und
an mal Lust einen Purzelbaum auf der Bühne zu machen, dann wurde weitergegröhlt. War eine der
Bands von denen es zur Zeit in Schweden tausende geben soll... Abgeschreckt davon begab ich
mich nach draussen um zu "tanken", deswegen hab ich glatt den Anfang der zweiten Band "Most
Precious Blood" verpasst. Die waren deutlich besser als ihrer Vorgänger. Auch hier wurde nicht an
Härte gespart, jedoch war die Band deutlich innovativer. Besonders gefiel mir auch die Gitarristin
der Band, der wirklich ordentlich rockte!
Dann war wieder Umbaupause. Was ich ganz witzig fand ist das in der Umbaupause vor dem Intro
von Sick of it All "Straight outta Compton" von N.W.A. gespielt wurde...stieß wohl nicht auf allge-
meine Begeisterung...Dann kamen die 4 Jungs auf die Bühne und legten gleich los mit "Good lookin'
Out". Perfekter Anfang...könnte man auch auf ne "Live in a Dive"-CD machen. Ab dem dritten Song
folgten dann die neuen Lieder von der "Life on the Ropes": "Relentless" als erstes, danach die erste
Ansage von Lou, mit "Dankeschön" bewieß er minimale Deutsch-Kenntnisse, danach gings aber so-
fort weiter mit "Let Go", wieder ein neues Stück, und zwar "Paper Tiger", den Part von John Joseph
übernahm ein mir unbekannter Mann, "Just Look Around" folgte wieder ohne Pause. Dazu muss man
sagen das das Publikum gut mitmachte, der Pit war recht gross und ständig in Bewegung, vom ersten
Lied an. Es folgten noch 2 neue Stücke, dann ein altbekanntes, und zwar "Busted" von Craig gesung-
en, dazu Circle Pit, und recht gefährlich aussehendes Stage-Diving. Die Leute haben irgenddwie ver-
sucht über die anderne zu laufen, oder sind mit den Füssen zuerst reingesprungen, ein Wunder das es
keine sichtbaren Verletzten gab. Kleine Verschnaufpause und weiter mit "Disco Sucks Fuck Every-
thing", natürlich ein Kracher, auf der 2000er Platte erschienen und schon ein Klassiker. "For Now" war
dann der erste Singalong des Abends, verhältnismässig ruhig gings dann auch im Publikum zu. "Friends
like You"...80er Jahre Hardcore...stark abgehen. "Scratch the Surface" gabs als nächstes...damit folgte
dann auch eine Enttäuschung, es wurde ein Graben gemacht, wie schon den letzten 2 Jahren, es gab
die gleiche Ansage wie auf der "live in a Dive", teilweise sogar wortgenau...scheint mir wie Routine.
"Us vs. Them" war dann noch ein Highlight. Es folgten "Blown Away", "It's time to fuck shit up again",
und die SOIA-Hymne "My Life", "Potential for a Fall" danach, die letzten 2 Songs im regulären Set wa-
ren dann "Step Down", und "Bullshit Justice", doch die ausverkaufte Markthalle gab keine Ruhe und
so dauerte es nicht lange bis sie wieder auf die Bühne kamen. Erstes Lied der Zugabe war dann "Hello
Pricks". Die Ode an die Hardcore-Musik "Sanctuary" war als nächstes dran. Dicke Frauen waren dann
am Stagediven beim endgültig letzten Lied "Maladjusted".

Fazit:
Etwas enttäuscht, war ich davon wie routiniert die Jungs ihre Show durchgezogen haben, bis auf die neuen
Lieder kann man das gesamte Set auch auf der Live in a Dive-CD finden. Nun ja, wenn man gut 2 Jahre
das selbe Set hat dann weiss man dieses aber auch zu performen. Überzeugen konnten sie jedoch allemal,
eine unglaubliche Energie geht von der Band aus, die auch vor dem Publikum nicht halt macht.Von Müdig-
keit war zur keiner Zeit der Show was zu sehen, es wurde immer getanzt und gekloppt. Spass hats auf alle
Fälle gemacht, sogar wenn die Ansagen teilweise genau gleich waren wie die auf der Live-CD, trotzdem
hats sich gelohnt.

    Ingo