Konzertwochenenden enden mittlerweile erst
Montags! Die
Homies von Me Against Order rockten mit
den chinesischen
Punkrockrebellen von SZMB im Bad Oeynhausener
"Haus
der Jugend". Dieser Laden scheint in der
Punkrockszene
Bad Oeynhausen bedeutend anerkannter zu
sein als das
zweite städtische Jugendzentrum "Cafe
Sonderfahrt", denn
im Vergleich zum recht mau besuchten Konzert
vor einigen
Wochen, stand hier schon früh einige
Gestalten vor dem La-
den.
Auf der Me Against Order Homepage
stand "Beginn: 19 Uhr"
und so machten Joscha und ich uns, die
ganz normale Ver-
spätung einplanend, gegen 19.15 auf
den Weg in Richtung
Oeynhausen. Am Laden angekommen entdeckten
wir die
Me Against Order Jungs sowie einige Punks,
die irgendwas
von "Beginn 21 Uhr" erzählten. Na
super, und ich habe mich
beeilt. Also erstmal den geräumigen
Backstagebereich chek-
ken...
Gegen 21 Uhr legten dann tatsächlich
Me Against Order nach
ihrem Intro los. Instrumental gesehen
ein ganz passabler
Sound, aber die Gesangsanlage hat nix
gerissen, keine Spur
von Gesang. Trotzdem war die Show der
Jungs gut anzuseh-
en, denn auch die Bühnenshow von
MAO ist immer ein Erleb-
nis und ich frage mich zwischen durch
immer mal wieder
wann sich mal einer der Jungs auf die
Fresse legt. Wenn ich
noch rekonstruieren könnte was die
Jungs gespielt haben wür-
de ich das jetzt hier schreiben, aber
keine Chance, wird wohl
das "Übliche" gewesen sein, sooo
viele Songs haben MAO ja
noch nicht. Der Mob tanzte jedenfalls
die ersten Runden Pogo,
zwischendurch ging ab und an das Licht
an und aus, am Ende
waren alle zufrieden, nur Perfektionist
Kammi meckerte ein
wenig. Wenn ihr es noch nicht getan habt,
müsst ihr euch die
Jungs einfach mal reinziehen.
Anschließend waren My Adorable
an der Reihe: Musikalisch
gesehen gab es qualitativ hochwertig auf
die Fresse, ich verzog
mich jedoch in Richtung Billiardtisch.
Dort konnte man das wun-
derbare Showspiel erleben wie der billiardverrückte
Gitarrist von
SMZB
alle möglichen Leute am Tisch abzog, darunter ca. 7 Mal
ein Mädchen, dass nichteinmal wußte
wie man genau das "Stöck-
chen" halten muss.
Gegen 23 Uhr zog es dann nochmal die meisten
Anwesenden
in den kleinen Konzertsaal. SMZB
legten los und würden die Jungs
nicht aus China kommen hätte man
ihre Musik wohl als Deutsch-
punk bezeichnet. Aggressivität und
eine ganz nette zweite Gitarre
zeichneten die Band aus. Vor der Bühne
gab es nocheinmal ein
wenig Pogo. Die Chinesen prügelten
sich ohne große Ansagen
durch ihr Set und zeigten, dass Street
Punk keine europäische
und amerikanische Angelegenheit ist. Ich
hätte eine Punkband in
dieser Form (Iro, Boots, Exploited-Shirt,
etc.) nicht aus China er-
wartet. Um kurz nach 24 Uhr war dann auch
Schluss und es ging
wieder in Richtung Heimat.
BB
Zurück zur Startseite