Verdammte Axt war das ein Abend: Herfords
EmoPunkHard-
core-Helden 21 Licks haben sich
verabschiedet und es vor-
her noch einmal richtig krachen lassen!
Ein volles Fla Fla fei-
erte die Jungs zum letzten Mal richtig
ab.
Ersteinmal waren jedoch Me Against Order
im
schon gut ge-
füllten Fla an der Reihe. Das Quartett
um Sänger und Gitarris-
ten Kammi konnte mit melodischem Streetpunk
überzeugen.
Die ersten Runden Pogo waren Ehrensache
und ich übertei-
be wohl nicht, wenn ich die Jungs als
Herfords Nachwuchs-
hoffnung Nr.1 bezeichne! Neben einigen
eigenen Songs co-
verten die Jungs auch den alten Wohlstandskinder-Klassiker
"Das Grau unserer Zeit", so sollten W$K
den Song zukünftig
auch spielen! Im bin begeistert und freue
mich auf den näch-
sten Auftritt der Jungs, vielleicht haben
die Songs bis dahin
auch Namen.
Weiter ging es mit langjährigen Weggefährten
der 21 Licks:
Die Getaway Drivers boten natürlich
mal wieder die volle
Breitseite, ohne in Songs wie "Von hier
auf Ewig" auf einige
Emo-Parts zu verzichten. Der Auftritt
gefiel mir wirklich gut
und besonders Sänger Tobi war wieder
in Topform: Auf der
Bühne, vor der Bühne, in der
Luft... überall war der gute Mann
anzutreffen. Der beste Getaway Drivers-Auftritt,
den ich bis-
her gesehen hab, auch ohne Eimer auf der
Bühne...
Dann wurde es richtig eng vor der Bühne.
Die Spannung im
Saal stieg, was hatten sich die Jungs
für ihren letzten Auf-
tritt ausgedacht? Soundcheck, dann gingen
die Jungs noch-
einmal von der Bühne und aus den
Boxen erklang "What
happend to Rock'n'Roll" von Thomas
Gottschalk. Rockstar-
scheisse vom Feinsten. Dann kamen die
Jungs wieder und
nach einem Intro gab's "Acelerate and
Break" und "Street
Romance". Das Publikum kreischte in bester
Groupie-Ma-
nier, dann gab's zur Freude aller Anwesenden
ersteinmal
Songs aus der "Punk-Zeit" der Jungs: "Boring
Day" und
"Miss 60 Jeans", genau die Songs wollte
ich hören! Danke!
Gitarrist Daniel ging ab wie eine Rakete
und riss erstein-
mal seinen Verstärker von der Box:
Glück gehabt, nur eine
dicke Macke! "Never coming back" passte
thematisch ganz
gut in den Abend und Sänger Matze
bewieß mal wieder
Entertainer-Qualitäten. Bei "Destiny"
durfte Bassist Tim
dann mal wieder die Trompete in die Hand
nehmen und ich
frage mich immer noch, warum die Licks
die Trompete ir-
gendwann einmal aus ihrem Programm verbannt
haben.
Ein Klassiker im Set war natürlich
auch wieder "Blitzkrieg
Bop", der Ramones-Hit war ja über
Jahre immer wieder
im Set der Jungs zu finden. Das Publikum
rastete immer
mehr aus und denn Glückpilz Daniel
legte sich bei "That's
why I'm on Crack now" ersteinmal gepflegt
auf die Fresse.
Das große Finale gab es mit "Still
learning from the past"
und dem letzten Song "Reverence for you".
Stage-Diver
machten die vordersten Reihen unsicher
und die Band wur-
de nocheinmal richig abgefeiert. Dann
war es vorbei. Ei-
gentlich wollten sich die Jungs ohne Zugabe
verabschie-
den, doch das unglaubliche Publikum konnte
die Band
nocheinmal zurückholen, dann war
jedoch wirklich Feier-
abend. Ein großerartiger Abschied.
Ich bin gespannt auf
Nachfolgebands. Haut rein Jungs!
Etwas leerer war es schon, als ZSK
die Bühne betraten,
der Abend gehörte ganz klar den 21
Licks. Trotzdem
konnten die Berliner Skatepunks das immer
noch volle
Fla Fla mitreissen. Nach dem Intro "Anita"
gab es erstein-
mal "Dare to Revolt", vor der Bühne
brach unmittelbar wil-
der Pogo aus. Weiter ging es mit "Küsst
die Faschisten"
und "Alienation", beide vom Debüt-Album
"Riot Radio".
Dann gab es ersteinmal neuen Stoff: "Was
uns noch übrig
bleibt" und "Fight for more" vom neuen
Album "From Pro-
test to Resistance" konnten überzeugen.
Vor der Bühne
kippte andauernd ein besoffener Konzertbesucher
um, an-
sonsten hatten alle Spass. Die Jungs
spielten ein buntes
Set aus alten und neuen Songs, zerlegten
einige Gitarren-
Seiten und rockten mächtig. Zum Sham
69 Hit "If the Kids
are United" kam Matze nochmal auf die
Bühne und es ging
richtig rund. Als letzten Song gab es
"Riot Radio", der Zu-
gabenblock begann mit "Und genau da gehen
unsere We-
ge auseinander". Ein großes Finale
gab es mit "One Day",
zu dem auch die 21 Licks nochmal
auf die Bühne kamen.
Nach der Show schnappte Gruschka mir erstmal
die letzte
Setlist vor der Nase weg, an dieser Stelle
danke für die E-
mail! Anschließend war am Merchandise
erstmal großes
Geldausgeben angesagt, denn zum Abschied
erschien
auch noch das selbstbetitelte 21 Licks
Album für schmale
4 Euro und die Shirts von ZSK waren
auch nicht übel.
Ein grandioser Abend! Danke, danke, danke!
BB