Am 28.05.04 führte ich nach dem The Movement Auftritt auf der Deconstruction
Tour in München
ein Interview mit Gitarrist und Sänger Lukas Scherfig.
LS = Lukas Scherfig, BB= BastiB
BB: Hi!
LS: Hallo!
BB: Ich habe gehört, dass ihr Probleme mit eurem Drummer habt.
Wie sieht es da aus?
LS: Wir suchen einen neuen Drummer, aber wir haben immer noch keinen
gefunden.
Wir spielen zur Zeit mit Aushilfsdrummern. Ich hoffe
wir finden bald einen festen
Drummer.
BB: Ihr seid dieses Jahr zum ersten Mal bei der Deconstruction Tour
mit dabei. Wie
waren die ersten Shows und was denkst du im allgemeinen
über so große Konzerte?
LS: Das war heute die zweite Show. Unsere erste Show war nicht so gut,
weil es gleich-
zeitig der erste Gig war den wir mit diesem Drummer
gespielt haben. Wir konnten vor-
her nur fünf Mal oder so zusammen spielen bzw.
proben. Von den Shows her mag ich
beides, die kleinen und die großen Gigs. Manchmal
mag ich die kleinen lieber weil man
dem Publikum da näher ist, aber die großen
haben auch Vorteile...
BB: ...viele Leute sehen euch, gute Promotion...
LS: ...zum Beispiel. Es ist ein riesen Hype bei diesen Veranstaltungen.
BB: In was für Bands habt ihr gespielt bevor ihr The Movement gegründet
habt?
LS: Ich habe meistens in Rock'n'Roll Bands gespielt, aber ich habe
vorher auch schon in
einer vergleichbaren Band gespielt. Irgendwann habe
ich dann The Movement gegründet.
Ich spiele die Gitarre, singe und schreibe die Lieder...
BB: ...du schreibst alle Songs alleine?
LS: Ja, auch die Melodien, alles!
BB: Archi Alert ist ein großer Fan eurer Musik, er brachte auch
euer erstes Album auf De-
stiny raus. Woher kennt ihr Archi und wie ist der
Kontakt zustande gekommen?
LS: Wir haben einen Gig im "Wild at Heart" in Berlin gespielt und er
war dort im Publikum.
Außerdem ist unser Soundengineer auf dieser
Tour auch der Soundengineer der Terror-
gruppe, so ist der Kontakt zustande gekommen.
BB: Warum habt ihr eure Platte auf Destiny rausgebracht? Waren da keinen
anderen Label,
z.B. aus Dänemark, die eure Platte rausbringen
wollten?
LS: Dänemark ist so klein... Da waren ein paar kleine Label, aber
es ist besser aus Dänemark
rauszukommen. Wir touren auch viel in Deutschland,
der Schweiz und Österreich, sogar in
Italien waren wir gerade, da ist es einfach besser
aus Dänemark rauszukommen.
BB: Wie viele Exemplare habt ihr von eurem Debutalbum verkauft?
LS: Ich glaube bis jetzt ungefähr 4000 CDs und Vinyls, das Album
ist ja auch auf Vinyl er-
schienen.
BB: Kannst du uns schon etwas über neue Songs und eine neue Platte
sagen?
LS: Wir haben gerade zwei neue Songs für eine Single aufgenommen,
einen davon spielen wir
auch schon live, außerdem hat Archi gerade
eine Video für "Loosing you" zusammenge-
schnitten. Wir werden also eine Single mit "Loosing
you" und zwei neuen Songs rausbringen.
Im September werden wir dann ein neues Album aufnehmen.
BB: Auf eurer Homepage steht "Class War Unity". In wieweit seid ihr
politisch interessiert und
engagiert? Unterstützt ihr irgendwelche Gruppe
oder Organisationen?
LS: Ja, das tun wir. Unter anderem deswegen heißen wir The Movement.
Wir wollen linke Politik
unterstützen. Wir unterstützen jeden,
der etwas tut. Aber wir sind keine parteienpolitische Band.
Wir unterstützen Anarchisten, Kommunisten,
Sozialisten und Anti-Faschisten, auch wenn wir
nicht immer 100%ig mit ihnen einer Meinung sind.
Es ist besser Leute zu unterstützen die etwas
tun, weil so auch viele Kids erreicht werden.
BB: Was kannst du uns über die politische Situation in Dänemark
sagen?
LS: Wir haben eine rechte Regierung und die baut alle sozialen Dinge
ab. Es sieht nicht so gut aus.
Aber das gute an der Sache ist, dass die Leute langsam
anfangen zu erkennen was sie da wirklich
gewählt haben.
BB: Ich habe euren Gig in Bielefeld gesehen. Der Laden war voll und
die Leute wollten euch nach
dem Konzert nicht gehen lassen. Euch wurde der Weg
versperrt und ihr musstet mehrere Songs
doppelt spielen. Ist das normal für euch oder
war das ein besonderes Konzert?
LS: Es wird langsam zur Gewohnheit, dass die Clubs voll sind wenn wir
in Deutschland spielen. So
ist es mittlerweile und das ist großartig!
Am Anfang wußten wir nie ob wer kommt, aber wenn wir
jetzt eine Tour buchen wissen wir das Leute da sind.
Besonders in den großen Städten wie Ham-
burg oder Berlin konmmen viele Leute. Es gibt nicht
so viele Bands die unseren Stil spielen: Viele
spielen Ska oder Punk, wir aber spielen einen Mix
und auch Mod.
BB: Ok, das war's auch schon! Besten dank!
LS: Danke. Tschüss.