| V/A - Not Bad, Not Bad!!!
Label: DIY
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Yeah, es gibt was umsonst auf die Ohren.
Dennis Hartke von 38 Daybreak hat einen Sampler
mit feinen Bands aus ganz verschiedenen
Genres zusammengestellt. Über die Grenzen ihrer
Region sind die meisten der teilnehmenden
Bands bisher noch nicht bekannt, doch das soll
sich mit dieser Comp wenigstens ein bißchen
ändern. Nach dem guten alten DIY-Prinzip wur-
den 14 Songs auf CD gebrannt, die auf
den Konzerten der teilnehmenden Bands gratis verteilt
werden sollen.
Der Sampler legt gleich mit einem Highlight
aus OWL los: Me Against Order aus Herford er-
öffenen mit "Wacht auf". Deutschsprachiger,
politischer Punkrock mit Arschtritt, Verstand, der
passenden Melodie. Wenn ich jetzt sage
"Die deutschen Anti-Flag" ist Kammi wieder böse,
darum sage ich einfach nur: Hervorragend,
wann gibt es endlich ne Platte!?!
Weiter geht es mit 38 Daybreak aus
Dissen. "Running fast the way" überzeugt durch einen fet-
ten Sound und eine gelungene Mischung
aus Emo, Hardcore und Screamo... ach, nennen wir
es einfach Emocore. Facettenreich zwischen
Gefühl und wilden Scream- und Shoutparts.
Boundless Rails aus Osnabrück
legen mit "Burnout" eingängigen und melodischen (Hardcore-)
Punk nach, bevor es mit Pannkooken
und ihrem Song "Sklaven des Konsums" Deutschpunk
gibt. The Heartbreaking Circle Club
kommt mit feinem Akustikemo um die Ecke, ehe es mit Bury
The Difference erstmals in die
mir etwas fernliegende Metalsphäre geht. Ein wirklich vielseitiger
Sampler, das zeigt sich auch mit dem folgenden
"El Presidente" von Slurm Mc Kenzie: Es rum-
pelt in der Kiste, dazu gibt es Bläser
und Ska-Einflüsse.
Schneller Melodicpunk aus Bielefeld folgt
mit "Billy Dreamers fantastic friends". Der Song ist
noch vom Erstlingswerk "Far From Heaven..."
und bietet dementsprechend einen Blick in die
Anfangsphase der Band. Mittlerweile gab
es eine Umbesetzung und auch auf eine neue Platte
darf man wohl gespannt sein...
Weiter geht es mit Mindens Finest: Left.Light.Here
gehen mit "Glasswalls" gewohnt gefühlvoll
und melodisch ans Werk. Emopunk wie man
ihn mag und auf dem neuen Album der Band vor-
findet. Bedeutend rustikaler legt Herfords
älteste aktive Punkband Happy But Not Satisfied mit
"Politisches Arsen" nach. Es gibt politischen,
deutschsprachigen Punkrock vom ersten Demo
der Band, auch hier darf man auf neues
Material gespannt sein.
Battle Of The Renegades versuchen
mit "Money" in die überdimensionalen Fußabdrücke von
Rage Against The Machine zu
treten, anschließend hauen How Sad A Fate mit "Stamp Of Death"
wieder ordentlich in die Metalkerbe. Dagegen
wirken Charm mit "Sunflowers" gerade zu unbe-
schwert: Fröhlicher, schneller, melodischer
Punkrock. Für das Ende sorgen die mittlerweile auf-
gelösten Burnside Estate,
die sich zwischen Melodie und Metal bewegen.
Fazit:
Schaut auf Konzerten der teilnehmenden
Bands vorbei und sichert euch eins der Gratisexem-
plare. Bands die mit dem Herz bei der
Sache sind bieten hier viel Abwechslung und legen sich
dafür ins Zeug dass ihr mal reinhört!
BB
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