Review: The End - Elementary
 
 
The End - Elementary

Label: Relapse Records
VÖ: 09.02.07
Format: CD
Tracks: 10
Links: http://www.allchaos.net/
Schublade: Metalcore
 
 
 
 
 

The End... das ist doch mal ne Aussage. Ende der Langeweile würde ich ohne mit der Wimper zu zucken hin-
zufügen, denn der Fünfer legt ohne Intro oder sonstiges Rumgefrickel direkt los und überrascht den unvorbe-
reiteten Hörer mit einem sehr ungewöhnlichen Rhytmus, der das erste Lied schon so einleutet, dass man
großes auf dem Rest der CD erwarten kann (und da wird nicht zu viel versprochen...).

Die Jungs schwingen ihre Gitarren, als wären sie wiedergeborene Götter, die nur auf die Chance gewartet ha-
ben mit ihrer Kunst ans Licht zu treten. Und Kunst ist das wirklich was The End da fabrizieren. Man bekommt
hier wirklich viel geboten für sein Geld... komplexe Songstrukturen, intelligente Arrangements mit einem wahn-
sinnig gut untermauerten Schlagzeuggewitter, präzisen Gitarrensounds und einer Stimme, die über alles erha-
ben klingt und spielend mit ihren musikalischen "Gegnern" fertig wird. Zwischenzeitlich kann ich mir allerdings
die Frage "ob es denn nicht auch ohne strukturloses sphärisches Rumgedamel gegangen wäre" nicht verdrän-
gen, was einen kleinen Schatten auf ein sonst extrem gut gelungenes Album wirft. Ich habe nichtmal was ge-
gen ruhige Töne auf der CD, die fast akkustische Ballade im 3/4 Takt am Ende der Scheibe ist meiner Mei-
nung nach ein absoluter Höhepunkt aber "The Moth and I" wäre denke ich mal als nichtssagender schwächster
Punkt des Albums vermeidbar gewesen. Aber ansonsten musikalisch eine absolut runde Sache.

Layouttechnisch geht es dann ein bisschen bodenständiger zu. "Elementary" kommt daher mit einem Cover,
das eine schwarze Pyramide abbildet. Ist aber genretauglich. Mehr kann ich dazu leider nicht sagen, da die
Promo in einem Pappschuber daherkam.

Meine Anspieltipps:
"Animal", "Dangerous", "And Always" und "The never ever Aftermath" da gibt's was ruhiges und was lautes auf
die Ohren.

Fazit:
"Elementary" hört sich an wie ein Zug, der an einem vorbeirauscht und mindestens ein oder zwei Körperteile
mitreißt und einen mit der berechtigten Frage "Was zum Teufel ist hier gerade passiert?" blutig am Bahnhof
stehen lässt.

love /// who killed josephine
 

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