Review: The Epoxies - Stop The Future

The Epoxies - Stop The Future

Label: Fatwreck
VÖ: 17.05.05
Tracks: 13
Format: CD/LP
Links: http://www.fatwreck.com, http://www.theepoxies.com
Schublade: New Wave Punk

Vor einem Jahr überraschte Nofx-Bassist und Fatwreck
Boss Fat Mike uns mit seiner Liebe zu der New Wave Punk
Combo The Epoxies: Er nahm die Band unter Vertrag, ver-
öffentlichte ihr selbstbetiteltes Debüt-Album in Europa und
unterstütze die Band massiv, z.B. durch Nofx Supportshows
in Europa und die Rock Against Bush Tour in den Staaten.
Am 17.05.05 erscheint, genau auf den Tag ein Jahr nachdem
das Review zum Debüt-Album der Epoxies auf dieser wun-
dervollen Seite online ging, das zweite Album der Band aus
Portland Oregon.

Die Platte heißt "Stop The Future" und schließt musikalisch
direkt an den Vorgänger an. Dies ist keine große Überrasch-
ung, denn Keyboarder und Synthesizer-Verantwortlicher Fritz
M. Static kündigte bereits am 23.05.04 im Shitletter Interview
an, dass seine Band ihrem Stil treu bleiben werde, auch
wenn das neue Label Fatwreck ansonsten ja eher Heimat
von California Skatepunk sei.

Das hat allerdings wirklich nicht auf die Epoxies abgefärbt,
denn das Quintett klingt weiter vom ersten bis zum letzten
Song nach dem bandeigenen NewWave-FirstGeneration-
Punk-Mix.

Gleich der erste Song "Radiation" wird denen gefallen, die
auch das erste Album mochten. Schöne Synthesizer, die
mich anfangs irgendwie an einen Flogging Molly Song in
elektrisch erinnern, dazu der gelungene Gesang von Front-
frau Roxy Epoxy.
Etwas ruhiger wird es mit "This Day", bevor "Synthesized"
musikalisch ein bischen nach NDW klingt.
"Robot Man" und "Wind Me Up" setzen dann ein bischen mehr
auf Punkrock und Gitarre mit schönem Singalong-Refrain.
Schon fast nach einer Rocknummer klingt "Everything Looks
Beautiful On Video", das dem Titelsong vorausgeht.
"Stop The Future" klingt anfangs etwas apokalytisch, entwik-
kelt dann aber eine wirklich schöne Melodie. Textlich leider
nicht so der Hit.
"Struggle Like No Other" ist musikalisch ne echte Mogel-
packung, tauchte nämlich quasi identisch schon auf dem
Vorgängeralbum auf, auch "No Interest" klingt sehr direkt
nach Debüt-Album.
"You kill me" geht sofort in die Gehörgänge und lädt mal wie-
der zum Mitsingen ein, bevor es mit "At The Seams" die
guten, alten Punkrocktöne vermehrt gibt.
Für den Abschluss sorgen das etwas experimentellere "It's
you" und die Ballade "Toys".

Fazit:
Man kann es weiter "New Wave Punk" nennen, oder auf die
neue Fatwreck-Bezeichnung "Fun Dance Punk Rock" um-
steigen: The Epoxies bleiben The Epoxies. Wer das erste
Album mochte kann auch hier zuschlagen und wir höchstens
enttäuscht sein, weil ein paar der neuen Songs den alten doch
sehr ähnlich klingen. Wer mit dem Auftritt der Verrückten im
Vorprogramm von Nofx konnte oder eine Abneigung gegen
Synthesizer hat, der wird auch mit dieser CD keinen Spass
haben.

BB

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