Review: The Clerks - Planet Orange

The Clerks - Planet Orange

Label: Woverine
Tracks: 12
Spielzeit:
Format: CD
Links: http://www.clerks.de, http://www.wolverine-records.de
Schublade: Ska / Raggae

Die Sonne scheint langsam wieder (zumindest ab und zu),
passend dazu veröffentlichen The Clerks mit "Planet Oran-
ge" ihr neues Album, welches die insgesamt neunte Veröffent-
lichung der neunköpfigen Ska-/Raggae-Kappelle darstellt.

Traditionell eröffnet die Platte mit einem Instrumentalstück:
"Die Legende vom Heiligen Trinker" geht schon ganz gut ins
Blut, zieht sich aber ein bischen in die Länge.
Weiter geht es mit "Skastadt", dem ältesten Song der Band:
Eine Uptempo Nummer die in der Strophe überzeugen kann,
im Refrain jedoch a) aufgrund des Elektrogedudels und b)
aufgrund des zuhäufigen Gebrauchs des Wortes "Skastadt"
etwas nervt. Netter Tango-Teil in der Mitte.
"Straight To Your Soul" geht zurück zu den Roots. Eine lang-
same Ska-Raggae-Nummer die auch mit ihrem zweistim-
migen Gesang überzeugen kann.
So geht es auch mit "The Roots" weiter. Die Textzeile "We
gonna take your from the Roots to everywhere" zeigt eigent-
lich schon ganz gut wo es auf der Platte lang geht: The Clerks
wissen um ihre Wuzeln bescheid, gehen aber auch neue We-
ge.
Es folgt die Single-Auskoppelung "Du bist nicht mal eine Trä-
ne wert". Der Song ist recht poppig gehalten und mir ein we-
nig zu experimentell.
Mit "Skaputnix" folgt ein weiteres Instrumentalstück, das mich
irgendwie an Gameboy-Musik erinnert.
"So far away" erinnert mich irgendwie musikalisch ein biß-
chen an Gentleman. Eine ganze relaxte Raggae-Nummer,
die wieder mit zweistimmigem Gesang überzeugt.
Ein Experiment folgt mit "18 Stunden": Der Song kombiniert
Ska/Raggae mit Drum'n'Bass. Klingt recht ungewohnt und
nach Drogen. Mit "Real" folgt eine weiterer langsamer Song.
Mit "Mehr Ska" folgt dann eine ganz engenehme Nummer um
den Stil der Band zu beschreiben "Nichts auf der Welt schenkt
mir so viel Sonne wie Sixities, Rock, Raggae, Roots und Rock-
steady".
Mit dem chilligen "Leg Los" nähert sich die Platte ihrem Ende
zu, bevor mit "Für Luise" ein Ludwig v. Beethoven Cover folgt.
Kreatives Ende

Fazit:
Der Sommer kann kommen! Auch wenn die Scheibe die ein
oder andere kleine Schwäche aufweisst kann man beruhigt
zugreifen wenn man ne neue Scheibe im Plattenregal braucht,
die verschiedene Fazetten des Ska aufzeigt.

BB