Review: Four Letter Lie - Let your Body take over

Four Letter Lie - Let your Body take over

Label: Victory Records
VÖ: 31.10.06
Format: CD
Tracks: 12
Links: http://www.fourletterlie.com
Schublade: Emocore

Also... Ich mache die CD zum ersten mal auf und mir springen Bilder ins Auge, so
farbenfroh wie ein glatter Nierendurchschuss. Zwischendrin sieht man irgendwo ein
Bandfoto das schlicht nach N*SYNC oder Backstreetboys aussieht. Kann man
aber alles verkraften, wenn man die CD in die Anlage steckt. Dort wird nämlich mit
kurzem elektronischem "Wirrwarr"-Intro und dann mit dem ersten Song "Full TILT
Boogie" das psychedelische Hippiecover mit schreiender, tanzender Frau drauf
wetgemacht.

Musikalisch geht's von Afang an zu wie bei den Großen. Hier braucht man nicht
fürchten ausgelacht werden, wenn man Vergleiche wie Hawthorne Heights oder
Taking back Sunday anbringt. Allerdings hat der Fünfer aus Minnesota auch eini-
ges an Härte zu bieten. Es wird also nie langweilig auf dem Album. Alleine dank
der Tatsache, dass immer wieder (gekonnt!!!) elektronische Elemente eingesetzt
werden und man somit gerne mal aus den manchmal leider viel zu engen Genre-
beschränkungen auszubricht.

Bei "Feel like Fame" schaffen es "Four letter Lie" zum ersten Mal auf der Scheibe
so einen richtigen Singalongrefrain zu bauen. Das gelingt ihnen noch bei einigen
anderen Songs auf der Platte und wenn das Songwriting so konstant bleibt oder
vielleicht noch verbessert wird, dann kann man sich in einigen Jahren vielleicht an
Four Letter Lie als Headliner der "Warped" oder "Taste of Chaos" Tour freuen.

Auf einen Song möchte ich noch im speziellen zu sprechen kommen. "It was a
business doing Pleasure" ist ein Juwel. Der Song geht über 2:26 min und beinhal-
tet genau eine Zeile, die immer wieder wiederholt wird. "Oh my god I'd never
thought she'd disappear" - kann man als Klischeegesülze abtun, aber ich halte
den Song für großartig (daher auch meine folgenden Songempfehlungen).

Fazit:
Ich klaue nur ungern die Bandbeschreibung aus dem Promoflyer, aber hier wird
nicht gelogen und es ist eins der wenigen Statements wo nicht behauptet wird,
dass auf diesem Album ein komplett neuer Stil erfunden wird... "Think of UNDER-
OATH, ATREYU, and SILVERSTEIN writing the music while TAKING BACK SUN-
DAY, FROM FIRST TO LAST and HAWTHORNE HEIGHTS are handling the melo-
dy and melancholy."

Anspieltips: "It was business doing pleasure"; "Feel like Fame"; "Tell me about
everything"

    love /// who killed josephine
 

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