Review: The Flatliner - The Great Awake
 

Flatliners - The Great Awake

Label: Fatwreck
VÖ: 03.09.07
Format: CD / LP
Tracks: 12
Links: www.theflatliners.com
Schublade: Punk / Ska 




Na das kann man doch echt mal eine Nachwuchshoffnung nennen: Die Flat-
liners sind durchschnittlich 19,25 Jahre jung, haben ihren High School Ab-
schluss in der Tasche und legen nun bereits ihr zweites Album vor. Nach-
dem 2005 "Destroy and Create" auf Stomp Records, einem Sublabel vom
Major Warner, veröffentlicht worden war und dafür sorgte, dass der Begriff
Flatliners zumindest bei einigen Leute die Skapunk Ohren klingen ließ, ist
das Quartett nun mit seinem zweiten Full Length am Start: Neue Platte, neu-
es Label, neuer Sound!

Mit Fatwreck hat man mit Sicherheit eines der sympathischten und gleichzei-
tig erfolgreichsten Indielabel gefunden um "The Great Awake" zu veröffent-
lichen. Fat Mike nahm die Band unter Vertrag nachdem er Demos für das
neue Album gehört hatte. Und das zu recht!

Die Jungs aus Toronto liefern einen super Mix aus rotzigem Punkrock und
verstreuten Hardcore- und Reggaeeinlagen. Im Vergleich zum Vorgänger-
album setzt man nicht mehr auf "klassischen" Skapunk, sondern orientiert
sich deutlich mehr im energiegeladenen, melodischen Punkrockbereich.
Mich erinnern die Jungs an Smoke or Fire, der Infozettel zieht Paralellen zu
Nofx und Operation Ivy.

Hervorragend wie sich die Band auf ihrer zweiten Platte bereits neu erfin-
det ohne die Roots gleich zu verlieren. Hier hat man sich wirklich weiter-
entwickelt und sich nicht einfach massentauglich gemacht (manche Bands
bezeichnen es ja als Weiterentwicklung wenn auf einmal alle Songs wie
für's Radio gemacht klingen). Die Songs schielen nicht auf den Main-
stream, sondern liefern ein gelungenes Punkrockbrett, dass auch durch
seinen rauen Gesang überzeugt. Bei vielen Bands würde man es kritisieren
wenn sie ihre Skaanteile zurückfahren, bei den Flatliners gibt es hierzu kei-
nen Grund.

Fazit:
Rotziger, melodischer Punkrock der mich an das erste Smoke Or Fire Al-
bum erinnert, dazu kommen einige wirklich sauber und unauffällig eingebau-
te Reggaeanleihen. Textlich sind die Jungs ebenfalls bedeutend weiter als
man es von unter 20jährigen erwarten würde. Zugreifen! Hier kommt eine
junge Band die nicht auf der Stelle tritt und von der man mit Sicherheit noch
einiges hören wird!

BB

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