Review: Distance In Embrace - Utopia versus Archetype
 
 
Distance In Embrace - Utopia versus Archetype

Label: Horrorbiz 
VÖ: 09.03.07
Format: CD
Tracks: 11
Spielzeit: 41:00 min 
Links: http://www.distanceinembrace.com
Schublade: Emocore / Metal / Punk
 
 
 

 

Unter dem Namen Rent-A-Tent konnte man die Mindener noch locker in die lokale Melodic-
punk- und Hardcorezene einordnen. Man merkte jedoch schnell, dass die Jungs bedeutend
ambitionierter ans Werk gingen als die meisten anderen Local Heroes. Als die Jungs dann
noch maßgeblich durch die aufstrebenden Emo-/Metal-/Hardcorebands beeinflußt wurden
machte eine Umbennung wirklich Sinn. Unter dem Namen Distance Im Embrace legten sie
das gelobte Debütalbum "The Consequence Of Illusions" vor, tourten mehrfach durch die
Republik und zogen mit Eastpack und der Volkswagen Soundfoundation Partner mit gro-
ßen Namen an Land. Zu einem wirklichen Durchbruch hat es allerdings bisher noch nicht ge-
reicht, die Jungs müssen sich trotz zigfacher Pressebezeichnungen à la "hoffnungsvollster
nationaler Emocore Act" weiterhin hart ihre Fanbase erarbeiten. Einen Schritt voran brin-
gen soll sie dabei ihr zweites Album "Utopia versus Archetype", das sogar in England über
das Tribute To Nothing Label Lockjaw veröffentlicht wird.

Das ostwestfälische Quartett präsentiert sich auf der Scheibe noch ein ganzes Stück ausge-
reifter als auf dem Vorgänger. Viel Mühe wurde in ein ausgereiftes und komplexes Songwri-
ting gesteckt, Distance im Embrache gehen vom Metalpol bis zum ruhigen Emopol und
nutzen das ganze Spektrum dazwischen: Double-Bassdrum-Dauerfeuer vs. plätschernde,
sanfte Gitarrenmelodien, der Gesang von Adrian vs. das Geschrei von Niko, Utopia vs.
Archetype. Für die Verbindung sorgen die Punkrockroots der Jungs.

Das ganze wird durch eine fette Produktion solide untermauert. Die Mindener haben keine
Kosten und Mühen gescheut und die Platte in den Rape Of Harmonies Studios aufgenom-
men, wo schon Szenegrößen wie Maroon, Narziss, Heaven Shall Burn, Destiny, etc. auf-
genommen haben. Produziert wurde die Scheibe von Alex Dietz. Entsprechend druckvoll
und sauber klingt "Utopia versus Archetype".

Fazit:
Diese Scheibe wurde definitiv nicht mit dem Ziel gemacht durch ostwestfälische Kleinstäd-
te gereicht zu werden, hier arbeitet eine Band konsequent an ihrem Aufstieg. Die Szene-
presse ist schon wieder begeistert und auch ich kann mich diesem Lobgesang eigentlich
nur anschließen. Jetzt muss nur noch das Publikum aufspringen, denn ein Album in dieser
Qualität kann eine Band, ohne auf der Stelle stehen zu bleiben, nicht regelmäßig raushau-
en.

BB
 

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