| Distance In Embrace - Utopia versus
Archetype
Label: Horrorbiz
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Unter dem Namen Rent-A-Tent konnte
man die Mindener noch locker in die lokale Melodic-
punk- und Hardcorezene einordnen. Man
merkte jedoch schnell, dass die Jungs bedeutend
ambitionierter ans Werk gingen als die
meisten anderen Local Heroes. Als die Jungs dann
noch maßgeblich durch die aufstrebenden
Emo-/Metal-/Hardcorebands beeinflußt wurden
machte eine Umbennung wirklich Sinn. Unter
dem Namen Distance Im Embrace legten sie
das gelobte Debütalbum "The Consequence
Of Illusions" vor, tourten mehrfach durch die
Republik und zogen mit Eastpack
und der Volkswagen Soundfoundation Partner mit gro-
ßen Namen an Land. Zu einem wirklichen
Durchbruch hat es allerdings bisher noch nicht ge-
reicht, die Jungs müssen sich trotz
zigfacher Pressebezeichnungen à la "hoffnungsvollster
nationaler Emocore Act" weiterhin hart
ihre Fanbase erarbeiten. Einen Schritt voran brin-
gen soll sie dabei ihr zweites Album "Utopia
versus Archetype", das sogar in England über
das Tribute To Nothing Label Lockjaw
veröffentlicht wird.
Das ostwestfälische Quartett präsentiert
sich auf der Scheibe noch ein ganzes Stück ausge-
reifter als auf dem Vorgänger. Viel
Mühe wurde in ein ausgereiftes und komplexes Songwri-
ting gesteckt, Distance im Embrache
gehen vom Metalpol bis zum ruhigen Emopol und
nutzen das ganze Spektrum dazwischen:
Double-Bassdrum-Dauerfeuer vs. plätschernde,
sanfte Gitarrenmelodien, der Gesang von
Adrian vs. das Geschrei von Niko, Utopia vs.
Archetype. Für die Verbindung sorgen
die Punkrockroots der Jungs.
Das ganze wird durch eine fette Produktion
solide untermauert. Die Mindener haben keine
Kosten und Mühen gescheut und die
Platte in den Rape Of Harmonies Studios aufgenom-
men, wo schon Szenegrößen wie
Maroon, Narziss, Heaven Shall Burn, Destiny, etc. auf-
genommen haben. Produziert wurde die Scheibe
von Alex Dietz. Entsprechend druckvoll
und sauber klingt "Utopia versus Archetype".
Fazit:
Diese Scheibe wurde definitiv nicht mit
dem Ziel gemacht durch ostwestfälische Kleinstäd-
te gereicht zu werden, hier arbeitet eine
Band konsequent an ihrem Aufstieg. Die Szene-
presse ist schon wieder begeistert und
auch ich kann mich diesem Lobgesang eigentlich
nur anschließen. Jetzt muss nur
noch das Publikum aufspringen, denn ein Album in dieser
Qualität kann eine Band, ohne auf
der Stelle stehen zu bleiben, nicht regelmäßig raushau-
en.
BB
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