Review: Diego - s/t
 

Diego - s/t

Label: Rookie Records
VÖ: 1.6.07
Format: CD
Tracks: 8
Links: www.diego-music.com
Schublade: Indie
 
Man braucht eine gewisse Zeit, aber diese Scheibe wächst im Gehör. Zu Anfang
konnte ich damit gar nichts anfangen, aber ich hab sie einfach laufen lassen. Um
eine Schublade zu finden schließe ich mich der Bandinfo an... ein Zwischending
aus Joy Division und Interpol.

Hier gibt's keine verkopfte Musik, sondern einfache, interessante und vor allem
funktionierende Songstrukturen, mit einer Stimme, die... na sagen wir mal... einen
großen Wiedererkennungswert besitzt. Da darf sich der geneigte Hörer selber
entscheiden, ob er es Monotonie oder Ausgeglichenheit und gewolltes Stilbe-
wusstsein nennen möchte. Jedenfalls hat die Band ihre Niesche gefunden, in der
sie sich austobt.

Zu Beginn der Scheibe gibt's ein Intro, dass jeder Reggeaband zur Ehre gereich-
en würde. "Ignorance won't bring us any further /// And I can not pretend...", ist die
Eröffnungszeile und danach werden direkt leicht vor sich hin plätschernde "Song-
bäche" den Berg herunter gejagt. Der Fünfer aus dem Süden arbeitet nicht viel mit
Effekten sondern setzt eher auf Transparenz und schafft es damit einen glasklaren
und überschaubaren, chilligen Sound zu erschaffen, der sich sowohl beim Autofah-
ren als auch zum Tanzen eignet.

Anspieltipps: "Ignorance" /// "Closer" /// "Reflexion"

Fazit:
Für Freunde der ruhigeren Musik kann diese Band zur absoluten Entdeckung wer-
den. Ich bin gespannt auf die noch folgenden Werke.
 

love /// who killed josephine
 

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