Review: Dead To Me - Cuban Ballerina

Dead To Me - Cuban Ballerina

Label: Fatwreck
VÖ: 10.07.06
Format: CD / LP
Tracks: 11
Links: http://www.deadtme.com, http://www.fatwreck.com
Schublade: Punk

Wer Western Addiction kennt, weiß dass er von den Jungs die oldschool
Hardcore-Schiene geliefert bekommt. Chicken, Bassist der besagten Band
und Merchandiser bei Fatwreck, hat 2003 mit den ehemaligen One Man Ar-
my Mitgliedern Jack und Brandon sowie seinem Cousin Ian noch eine wei-
tere Band gegründet: Dead To Me gegründet. Nun schafft es mit "Cuban
Ballerina" das Debüt-Album der Band aus San Francisco direkt über den
großen Teich, so dass man sich auch hier davon überzeugen kann, dass
Dead To Me bedeutend mehr nach One Man Army und eigentlich garnicht
nach Western Addiction klingt.

Vom ersten bis zum letzten Song bieten die Jungs einen abwechslungsrei-
chen Punkrock, der von 80er Jahre Bands wie Stiff Little Fingers und den
grandiosen Buzzcocks beeinflußt ist, aber auch regionale Einflüsse von
Bay Area Bands wie Jawbreaker und Crimpshrine aufweist.

Besonders überzeugen kann das Quartett mit seinem zweistimmigen Ge-
sang, den sich Chicken und Jack teilen. Und auch inhaltlich haben Dead To
Me etwas zu bieten: Mit "Don't lie" wird gleich zu Beginn der Platte Kritik am
Irak-Krieg geübt, es folgen viele persönlich Songs, es klingen aber auch im-
mer mal wieder politische bzw. gesellschaftskritische Töne an. Die Art und
Weise wie Dead To Me das tuen passt sehr gut zur Musik, denn der Sound
der Band ist nicht ungeschliffen wütend, sondern eher persönlich geprägt.

Die Produktion von "Cuban Ballerina" lag in den Händen von Alex Newport,
der sich auch um Bands wie At The Drive In gekümmert hat. Entsprechend
gut klingt die Scheibe. Die Band beweißt ein Händchen für Melodie, poppigen
Punkrock und gekonnte Gesangswechsel, Newport weiß das Ganze sehr
gut umzusetzen.

Fazit:
Eine Platte die so in eins durchläuft und erst halt macht wenn der CD-Spie-
ler nach den elf Tracks anfängt zu summen. Eine Platte aus einem Guss
quasi. Dementsprechend mangelt es vielleicht ein bißche an Abwechslung.
Das kann man jedoch gut verkraften, denn das was Dead To Me hier auf
ihrem Debütalbum vorlegen ist wirklich gelungen. Mich können die Jungs
überzeugen, bleibt abzuwarten ob es auch den Geist der Zeit trifft.

        BB
 

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