Review: Dead Hearts - Bitter Verses
 

Dead Hearts - Bitter Verses

Label: Ferret
VÖ: 20.10.06
Format: CD
Tracks: 14
Links: http://www.deadhearts.net
Schublade: Hardcore

Wenn man den Titel dieses Albums sowie den Bandnamen hört, denkt
man wohl im ersten Moment: "Hey, noch eine neue Emoband". Recht
weit gefehlt! Einige dürften die Dead Hearts bereits von ihrer EP "No Lo-
ve, No Hope" kennen, die ja via Reflection Records erschien, den mei-
sten dürfte die Band aus Buffalo jedoch noch völlig unbekannt sein. Da-
rum sei hier von Anfang an festgehalten: Es gibt modernen Hardcore,
keinen Emo.

Was das besondere an den Dead Hearts ist wird gleich nach dem In-
tro "Somnium" beim ersten Song "Dusk" klar: Das Quintett tritt keines
Falls ständig das Gaspedal durch, oftmals gibt es Midtempo-Mosh-
Nummern und atmosphärische Klänge werden angeschlagen. Ein-
drucksvoll ist, dass man die meisten Texte der Band recht gut ver-
steht, obwohl Shouter Derek Dole alles andere als ein Goldkehlchen
hat.

In "Vinnocence" wird erstmals das Gaspedal durchgetreten. Trotz-
dem weißt auch dieser Song wieder einige Singalong-Parts auf, so
dass der Song nicht einfach an einem Vorbeirauscht.

Alles in allem herrscht eine schwere Stimmung auf dem Album. Das
Thema schlaflose Nächte zieht sich durch die ganze Platte, dabei wird
stilistisch in den verschiedensten Hardcore-Schubladen gewildert. Re-
ferenzen werden sowohl dem Old School Hardcore als auch dem Me-
tal gezollt.

Fazit:
Eine moderne, dunkle Hardcore Scheibe. Das Waste Of Mind schrieb
begeistert von einer Band die " irgendwo zwischen Modern Life Is War
und The Hope Conspiracy" anzusiedeln sei. Mir persönlich fehlt an
manchen Stellen dann doch etwas das Tempo, ein Portion zuviel Mid-
tempo. Hymnische Songs, oftmals Mitgröhlfaktor. Who lies awake at
night?
 

BB
 

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