Review: Crowded Kitchen - Short Wave...

Crowded Kitchen - Short Wave Radio

Label: DIY
VÖ: 2006
Format: CD-R
Tracks: 7
Links: http://www.crowdedkitchen.de
Schublade: Retro Rock

Ok, nun habe ich also auch endlich die Demo der netten Jungs von
Crowded Kitchen auf dem Tisch liegen, wurde aber auch mal Zeit.
Wenn der Kopf nicht angewachsen wäre...

Beginnen wir mal mit der Ausstattung: Für 3 € erhält der geneigte
Zuhörer eine handbeschriftete 7-Track CD-R im Slimcase, dazu
gibt es ein nett anzusehendes 4-seitiges, farbiges Booklet.

Für die Aufnahme ihres ersten Demos haben sich die Inspul Nach-
folger ins Syncope Studio nach Oerlinghausen begeben. Herausge-
kommen sind 7 Songs in, für Demoverhältnisse,  guter Qualität.

Den Auftakt macht das sehr melodische "The Cure Song". Über
mangelnde Eingängigkeit kann man sich hier nicht beschweren, je-
doch mangelt es ein wenig an Druck: die Leadgitarre könnte ein
bißchen erdiger klingen, die zweite Gitarre dürfte ruhig einen Tick
lauter sein. Ansonsten: Retro Rock.

Holz gehackt wird in "A lot more do loose", dazu gibt es melodisch-
en Gesang. Es folgt mit "Mistake" einer der live einprägsamsten
Songs der Band aus Schweicheln. Das viermalige "Handle my Li-
fe!" wird sich wohl bei dem ein oder anderen Konzertbesucher im
Kopf festgesetzt haben.

Ein bißchen Punkeinschnitt gibt es mit "Any Lies". Der Song macht
Tempo, nur mit dem Sound der Leadgitarre kann ich mich mal wie-
der nicht anfreunden. Mit "Got It" folgt der Hit der Band. Der kommt
auf Band gut rüber.

Anschließend folgt ein kleiner Aussetzer. Musikalisch ist der Song
gut, aber textlich kann "Lay this bitch down" nicht überzeugen. Di-
rekt aus dem Deutschen übersetzt können Textzeilen wie "He just
fucked you / cause his cock said / lay this bitch down" nicht über-
zeugen. Für ernst gemeint zu flach, für lustig gemeint passt die
Musik nicht! Für einen runden, recht ruhigen Abschluss sorgt "Ad-
dicted".

Fazit:
Crowded Kitchen legen eine solide erste Demo-CD vor. Freunde
des Retro Rock können ganz beruhigt zugreifen. Die Platte hätte,
wie so viele Demoaufnahmen, etwas mehr Druck vertragen kön-
nen, außerdem können mich der "aufgepimpte" Sound der Lead-
gitarre sowie die ein oder andere Direktübersetzung nicht über-
zeugen. Ansonsten habe ich nicht viel zu meckern. Die Jungs be-
legen hier im Kreis Herford ja eine Nische, in der es keine Konkur-
renz gibt, von daher fallen Vergleiche schwer. Support your local
Scene! Reinhören!

BB
 

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