Review: Convict - The Passion Flow

Convict - The Passion Flow

Label: I Scream / Cargo
VÖ: 24.03.2006
Tracks: 11
Spielzeit: 32:46 min.
Format: CD
Links: http://www.convictmusic.com
Genre: Pop-Punk

Convict eignet sich hervoragend als Einstiegsdroge in die Punk-Szene,
doch im Gegensatz zu Drogen, macht Convict weder süchtig, noch ge-
fällt es denjenigen, die schon über ihre Einstiegdroge hinweg sind. Obwohl
der Album-Opener "Rise Up" noch vielversprechend klingt, schleicht sich
spätestens ab Song drei ein Schema ein, das man eigentlich nur vom Pop
her kennt. Und genau hier sind die Belgier einzuordnen. Zwischen Punk
und Pop ergibt sich mal wieder der Genre Begriff Pop-Punk: nicht schön,
nicht selten, aber anscheinend immernoch erfolgreich.

Dennoch gibt es ein erwähnenswertes Highlight (sollte allerdings mit Vor-
sicht genoßen werden), beim sechsten Lied handelt es sich nämlich um
ein 1:1 Cover des Beasteaks Songs "Let me in". An diesem Cover gibt es
musikalisch nichts auszusetzen, doch hätte man sich gewünscht, dass
Convict hier ihre eigene Note eingebracht hätten, um nicht in den Verdacht
zu geraten Altbekanntes als Lockvogel zu mißbrauchen.

Textlich erinnert "The Passion Flow" an Genre-Größen wie Good Charlotte
und Simple Plan, also alles was dem Pop-Punk-Bewussten Teenager von
Heute durch den Kopf geht.

Das Fazit fällt demnach recht simpel aus:
Moderner-Pop-Punker: Convict = Hui
True Punker (und alle anderen): Convict = Pfui
 

Tracklist:
1. Rise Up
2. Tough Tongue Blister
3. Tonight
4. Shining Star
5. Nail My Soul To Your Feet
6. Let Me In
7. Colors Dead Bleed
8. Just Because
9. Fear(Not My Only Esacape)
10. Daybreak
11. Burn

Anspielttipp:
Let Me In(zwecks Beatsteaks-Bonus)

Finch
 

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