Review: Common Enemy - Trashing Under The Influence
 
 
Common Enemy - Trashing Under The Influence

Label: Horrorbiz
VÖ: 2006
Format: CD
Tracks: 18
Links: http://www.commonenemy2000.com/
          http://www.horrorbiz.de 
Schublade: Hardcore / Punk / Trash

 

Da der Shitletter ja ein in der Region OWL verankertes Onlinezine ist, sei mir zu Beginn dieser
Review folgender Vergleich erlaubt: Hätten die Jungs von Alice D in ihrer frühen Jugend neben
dem Skateboardfahren nicht soviel melodischen Punkrock sondern mehr Hardcore gehört, sie
hätten so geklungen wie Common Enemy heute klingen.

Common Enemy kommen aus dem amerikanischen Reading im Bundesstaat Pennsylvania
und existieren seit 1998, sind jedoch erst seit 2003 wirklich komplett. Das Quintett, das zur Zeit
ein Quartett ist, hat sich einem Trash-Punk-Skate-Hardcore-Mix verschrieben der mächtig nach
vorne geht. Mit "T.U.I. (Trashing Under The Influence)" erscheint nun das dritte Album einer Band,
bei der der DIY Gedanke noch groß geschrieben wird.

Das kleine und feine Lünener Label Horrorbiz bringt uns die 18 Songs plus Hiddentrack nach
Deutschland. Die Songs werden in nur 25 Minuten durchgeknüppelt, damit dürfte wohl klar sein,
wie sehr die Jungs das Gespedal durchtreten. Musikalisch hat man sich die alten Suicidal Ten-
dencies, DRI und Vitamin X zum Vorbild genommen, textlich haben sich Common Enemy vor
allem auf die vier Themen Skateboarding, Horrorfilme, das alltägliche Leben, aber auch Politik
eingeschossen.

Die Platte die dabei herausgekommen ist macht einfach Spass, am liebsten möchte ich mir da-
zu ein Bier aufmachen und mit meinem Skateboard in den nächsten Circle Pit rasen. Zum The-
ma Songtitel sag ich nur "4 Wheels and a Board", "Beer, Boards and The Crew", "Skate that
Shit", "Skate of Death", "Park Scabs and Ramp Trambs" und "Skate The Day Away". Dem ein
oder anderen mag das jetzt etwas eintönig und unkreativ vorkommen, zu diesem Album passt
es aber einfach. "T.U.I." ist ein Album, das sicher nicht durch Abwechslungsreichtum überzeugt,
sondern dadurch, dass es wie ein Düsenjäger mit viel Lärm vorbeidüst und so ziemlich alles zer-
trümmert was in die Quere kommt. Lediglich die Akustikversion von "Skate that Shit", die als
Hiddentrack anhängt, bringt einen wieder runter.

Fazit:
Fantastisch. Wer auf Skateboadfeeling und trashig nach vorne gehenden Hardcore/Punk steht
und dazu noch die Stimme von Alice D-Frontmann David mochte, der liegt mit dieser Platte
goldrichtig. 19, Songs, 24 Minuten, keine Zeit zum Verschnaufen! Wenn man einen Song der
Platte gehört hat, weiß man direkt ob einem der Rest auch gefällt und das meine ich in diesem
Zusammenhang ausnahmsweise nicht negativ, darum: Auschecken und auf die Europatour der
Jungs freuen!

BB
 

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