| Comeback Kid - Broadcasting...
Label: Victory
|
![]() |
Mit "Broadcasting" erscheint am 16.03. wohl eins der meisterwarteten Releases 2007. Come-
back Kid haben seit ihrer Gründung 2002 einen beeindruckenden Aufstieg hingelegt: das 2003er
Debutalbum "Turn It Around" auf Facedown brachte ihnen direkt einen Deal mit Victory Records
ein, das folgende "Wake The Dead" war ein Meilenstein und ist mit Sicherheit mit dafür verant-
wortlich, dass Hardcore zur Zeit wieder so im Trend liegt. Die Kanadier gehören wohl zu den
Bands, wegen denen sich in den letzten zwei Jahren einige Leute überlegt haben vielleicht auch
mal eine Hardcoreband zu gründen.
Nun soll ihnen mit "Broadcasting..." der richtig große Wurf gelingen. Entsprechend hoch ist wohl
der Druck gewesen, unter dem die Band bei der Produktion dieses Albums stand. Zusätzlich
wurde die Spannung auf dieses Album durch einen Besetzungswechsel erhöht: Frontmann Scott
Wade verließ die Band und wird nun durch den Gitarristen Andrew Neufeld, der vorher für die
Backgroundvocals zuständig war ersetzt.
Mit "Defeated" findet die Platte gleich einen superschnellen Einstieg, der dann aber von super-
fetten Chören abgebremst wird. Der Gesang klingt immer noch nach Comeback Kid, allerdings
ein bißchen rougher als zu Zeiten von Scott Wade. Mit dem Titeltrack "Broadcasting" zeigt das
Quartett direkt anschließend, dass es abwechlungsreicher und melodischer geworden ist, aller-
dings ohne die nötige Aggressivität zu verlieren. Hit!
"Hailing On Me" und "The Blackstone" sind Dampfwalzen, die die fette Produktion des Albums
nochmal verdeutlichen. Mit "Industry Standards" folgt ein flotter Uptempohit, der im Refrain sehr
eingänging daher kommt.
Keine Kompromisse und (fast) nur direkt auf die Fresse gibt es mit "Give'r (Reprise)" und "Come
Around", das dazwischengeschobene, schleppende "One Left Satisfied" wirkt als hymnischer
Kontrast und lässt Zeit zum Luftholen.
"In Case Of Fire" bringt dann nochmal die neue roughness im Gesang zum Ausdruck, bevor mit
"Market Demands" wieder einer der stärker melodisch geprägten Songs folgt. Mit "In/tution"
geht es dann zum Schluss nochmal richtig nach vorne.
Fazit:
Comeback Kid sind an den Instrumenten melodischer und abwechslungsreicher, beim Gesang
rougher geworden. Diese Entwicklung in zwei Richtung gefällt mir gut, auch wenn die Platte nicht
direkt beim ersten Mal durchhören zündet. Die Kanadier zeigen Entwicklung ohne sich zu weit
von ihren Wurzeln zu entfernen, der Wechsel am Mikro wurde gut überwunden. Damit steht den
großen Hallen wohl nichts mehr im Weg!
BB
Zurück zur Startseite