Review: Caballeros - Pinky Show

Cabelleros - Pinky Show

Label: DIY
VÖ: Juli 2004
Tracks: 9
Spielzeit:
Format: CD
Links: http://www.loscaballeros.de

Was hat man Weihnachten schon besseres zu tun, als das
Demo einer Band aus Oer-Erkenschwick zu besprechen?
Anscheinend nichts! Die fünf Caballeros legen mit "Pinky
Show" bereits ihre dritte Veröffentlichung, nach einem Tape
in 2001 und der CD "Limon Y Sal" in 2002, vor. Obwohl es
sich um ein Do-It-Yourself-Release handelt ist die CD ge-
presst und enthält den GEMA-Stempel, natürlich sind auch
Cover usw gedruckt und nicht kopiert.

Bassist und, mit 23 Jahren, Bandoldie Ludger eröffnet die
Platte und den Titelsong "Pinky Show" mit ein wenig Bass-
rumgezupfe. Kein wirklich knallender Einstieg, trotzdem ent-
wickelt sich der Song, vor allem auf Grund der eingängen
Lead-Vocals, zu einem Hit: Poppiger, melodischer Punk-
rock. Irgendwie erinnert mich die Nummer an die 21 Licks
(R.I.P.) und das nicht nur musikalisch, man erinnere sich an
deren 2003er EP "Dressed in Pink"...
Mit "Suicide" folgt ein Ska-Punk-Song, bei dem die Jungs
Unterstützung von einer gewissen Katharina an den Back-
ing Vocals bekommen: Eingängig und tanzbar, da freut
man sich doch schon wieder auf den Sommer.
Raggae-Töne werden mit "Feel Alright" angeschlagen: ein
recht ruhiger, entspannter Beginn, bevor es dann wieder zü-
gigeren Ska gibt. Für mich klingt die Gitarre ein bischen zu
glasklar und sauber Nummer.
Melodischen Punkrock gibt es mit "Perfect Fan". Auch im die-
sem Song kann ich mich ein wenig an der Gitarrenarbeit rei-
ben: Der Kontrast zwischen der verzerrten Gitarre und dem
klaren Rumgeklimper in der Strophe ist nichts für meine Oh-
ren. Im Refrain ist der Song jedoch ein Hit.
Ein Elektro-Intro gibt es zu dem Song "D.I.S.C.O.", der eine
Kampfansage an eben jene Lokalitäten darstellt. Keine wirk-
lich guter Song, aber die Message stimmt!
"My Fault" ist wieder feinstens. Schneller Ska-Punk, das
macht einfach Laune. Wieder gibt's weibliche Unterstützung
beim Gesang.
Der härteste Song der Platte folgt mir "Gain": Ein kurzer Punk-
rock-Kracher.
Die Stimme von Sänger Marius kommt in "Not Half The Man"
ganz gut zur Geltung: Melodischer Punkrock mit Emo-Part.
Mit "Day's the last Beer" folgt zum Ende nocheinmal melo-
discher Punkrock. Ein würdiges Ende, dass mich wiederrum
an eine andere Band und zwar an Trapped erinnert.

Fazit:
Der Sound ist natürlich nicht 100%ig, aber auch nicht scheisse:
Auf alle Fälle ein gelungenes Demo. Melodischer Punkrock mit
viel Ska. Leider klingt mit das manchmal ein bischen zu sauber,
aber wat soll's!? Hits gibt's auf jeden Fall, vor allem der Titelsong
gefällt mir.

BB