| Boys Night Out - s/t
Label: Ferret
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Boys Night Out passen auch mit ihrem vierten Release nicht ins typische Ferret
Bild. Aber das dürfte Kenner der Band auch nicht weiter wundern, denn wer hätte
von den Jungs schon ballernden Hardcore erwartet? Hier geht es eher emotional
zur Sache...
Mit "Get Your Head Straight" gibt für mich gleich zum Auftakt den Hit des Albums:
progressive Gitarren und Ohrwurmcharakter. Weitaus melancholischer, düsterer
und schwerer wird es dann mit "Swift and Unforgiving". "The Push And Pull" zeigt
die Pop-Punk-Einflüsse der Band.
"Up with me" kommt langsam und stellenweise hymnisch daher und irgendwie
nerven mich die Backupchöre. Eine lupenreine Pop-Punk-Nummer folgt mit "The
Heirs of Error", bevor es mit "Let me be your swear word" wieder ruhige Popmu-
sik gibt.
"Hey, Thanks" verkörpert wieder diesen speziellen Stil der Band: progressive Gi-
tarren, und mitsingbare Popmelodien. "Fall for the Drinker" entwickelt erst in Re-
frain Qualität und kommt bei mir nicht wirklich an. Ganz anders jedoch "Apartment
4", das mit seiner Eingängigkeit, poppigen Charme und dem Hauch Emo über-
zeugen kann.
Das Ende der Scheibe wird von "Reason ain't our long suit" eingeleitet: mal wie-
der ein bischen mehr Tempo ohne auch nur ansatzweise hart zu wirken, ansonst-
en nicht der Rede wert. "It won't be long" beginnt dann erstmal mit Tasteninstru-
mentklängen zu gefühlvollem Gesang, die anderen Instrumente setzen nach und
nach ein: ein Song zum Augen schließen und Träumen. Ein ruhiges,, aber gelun-
genes Ende.
Fazit:
Wenn eine Band ihr viertes Album nach sich selbst ist das doch schonmal ein
Statement. Auch wenn ich in diesem Stil eigentlich nicht zuhause bin gefällt mir
die Scheibe gut. Qualität. Reinhören. Für LiebhaberInnen dieser Stilrichtung auf
jeden Fall etwas Gutes!
BB
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