The Blue Bloods - Death Of A Salesman
Label: I Scream
Tracks: 17
Spielzeit: 35:10 min.
Format: CD
Links: http://www.thebluebloods.net,
http://www.iscreamrecords.com
Schublade: Street Punk/ Hardcore
Die Bostoner Street Punk Szene zeigt sich
zur Zeit ja sehr veröffent-
lichungsfreudig: Die Street Dogs
brachten eine EP und ein Album
auf den Markt, die Dropkick Murphys
bringen den zweiten Teil ihrer
Singles Collection raus, die Ducky
Boys haben mit "Three Chords
And The Truth" eine wundervolle, moderne
und sogar teilweise pop-
pige Platte eingespielt und die Blue
Bloods, mit Sicherheit die am
wenigsten bekannte der vier genannten
Bands, warten nun mit ihrem
vierten Album "Death Of A Salesman" auf.
Mit ihren ersten beiden DIY-Alben, die
1999 und 2001 auf dem band-
eigenen Label Basement Records
erschienen, verschafften sich die
Blue Bloods Aufmerksamkeit, so dass ihre
dritte, selbstbetitelte Plat-
te in Europa via I Scream Records
und in USA via GMM Records er-
scheinen konnte. In dieser Konstellation
erscheint auch "Death Of A
Salesman" in den Europa und den USA.
Die Platte startet mit "Daying Day", einem
Song der gleich zeigt wo
es auf der Platte langgeht: Straighter,
harter Street Punk nach Bos-
toner Spielart.
Voller Energie geht es auch mit "Lots
of Luck" weiter, erinnert wohl
ein bißchen, abgesehen davon dass
es keine irischen Einflüsse gibt,
an altes Dropkick Murphys Material.
"Left Out In The Cold" gibt richtig Gas
und kann schon fast als Hard-
core bezeichnet werden. Der Song erinnert
mich ein bischen an die
Bouncing Souls Version von "Hopeless
Romantic", nur dass es von
den Blue Bloods bedeutend rauheren
Gesang gibt.
"Testimony" und "Nothing to Say" machen
mit einer ähnlich harten,
aber auch melodischen Street Punk Variante
weiter.
Richtig losgerotzt wird dann mit "Road
Rage", "True West" und "Fall
From Grace", bevor es mit "Standing At
The Edge" wieder ein biß-
chen melodischer zur Sache geht, natürlich
nicht ohne die standes-
gemäße Portion Härte.
"Authority Song" ist ein weiterer recht
meldodischen Street Punk mit
Rock'n'Roll Einflüssen, es folgt
mit "Losing Streak" ein recht hymnisch-
er Song, der die whiskeygetränkte
Stimme von Sänger Tim Baxter
noch besser zum Vorschein bringt, als
es die anderen Songs sowieso
schon getan haben.
Die Mischung aus Hardcore, Rock'n'Roll
und Street Punk gibt es dann
mit "Drink To Much". Ich denke der Titel
sagt zum Inhalt alles: Saufen,
Gröhlen, Ole Ole!
Zumindest musikalisch schließt sich
"Written Off" an: Hardcore und
Street Punk gehen Hand in Hand.
Mein persönlicher Lieblingssong auf
der Platte ist "4am": Ein heraus-
stechendes, melodisches Intro, bevor es
dann richtig zur Sache geht.
Puren Old School Hardcore gibt es mit
"Hambled By The Truth". Der
Song ist ein Abrechnung, sowohl musikalisch
als auch textlich. Ein-
fach nur Breitseite! Diese Hardcore-Seite
bewahren sich die Blue
Bloods auch mit "Ashes".
Der letzte Song der Scheibe ist "58 Fitzpatrick
Day", eineCountry
Nummer, die natürlich auch nochmal
ordentlich Kante zeigt. Mitgröhl-
bar!
Fazit:
Wem die Ducky Boys zu luschig sind,
der kann hier zugreifen. Vom
ersten bis zum letzten Track gibt's harten
Street Punk, teilweise Hard-
core. Mir ist die Platte nicht abwechslungsreich
genug und die Songs
können sich einfach nicht entgültig
in meinem Hirn festprügeln, darum
ziehe ich ganz klar die Ducky Boys
und ihre neue Album "Three Chords
And The Truth" vor. Wer jedoch die volle
Breitseite, mit rauhem, whis-
keygetränktem Gesang will, der wird
auf seine Kosten kommen.
BB