Blind Sight - The Tenderstrike Salvation
Label: GSR / Cargo
VÖ: 21.04.06
Tracks: 23
Spielzeit: 40:38
Format: CD
Links: http://www.blindsight.nl
Schublade: Metalcore
Nun, Fußball spielen können
sie nicht, also machen sich die Holländer
von Blind Sight auf, mit ihrem
Metalcore-Debüt die Welt zu erobern. Ob
das mit Einfluss von Alice in Chains
gelingt oder nicht, mal schauen.
Ein stimmungsvolles Intro lässt erkennen,
dass man sich in eher düstere
Musikregionen begeben wird, und der Titeltrack
"Tenderstrike Salvation"
bestätigt dies. Bißchen Gröhlen
wie beim Blackmetal, ansonsten auch
eine der eher schnellen Sachen dieses
Lebens. Muss man erst mal
drauf klarkommen, so'n Tempohammer am
Anfang...
Treffender als "Darkened Days" könnte
man den folgenden Song nicht
beschreiben, denn er erinnert stark an
die düsten Alice in Chains, aber
auch melodische Parts, wie man sie von
Godsmack kennt, sind enthal-
ten. Wenn nicht gerade gebrüllt wird
erinnert der Song auch von Gesang
her an Godsmack.
"Bad Blood!" fängt sehr metallastig
an, aber dann geht's rund im Stile
von Hatebreed. Auffallend ist,
das ich immer einen Vergleich zu anderen
Bands parat habe, heißt aber nicht
das es reine Plagiate sind. Vielleicht
nur nen bißchen...
"Sticks and Stones" erinnert mich an ein
Zitat von Einstein, aber es ist
auch das 5.Stück auf dieser CD. Hier
wird die Melodie in den Verder-
grund geschoben, und ich muss sagen: es
passt besser als wenn sie
die Keule auspacken. Klar sind zwischendurch
Mosh-Parts, aber das
beißt sich rein garnicht mit dem
übrigen.
"Interludium" ist ein Lückenfüller,
und darauf folgt "Relentless", übrigens
auch der Titel eines sehr schönen
Stückes von Sick of it All, das aber
rein garnichts damit zu tun hat. Vom Tempo
her eine Kampfansage, sehr
aggressiv und stimmig.
Es folgt "My Demise" und wieder dieser
Metal... ich bin mir nicht sicher
ob manche Bands das machen weil sie einfach
nur ihr Genre-Repertoire
erweitern wollen, oder weil sie nicht
merken dass sie das nicht spielen
sollten...schnell weiter...
...zu "Betrayed". Oft fangen sie mit einer
halben bis ganzen Minute In-
strumenten an, das gefällt mir sehr
gut. Mit verzerrter Stimme und wenig
Melodie liegt das Augenmerk hier auf der
Double-Bassdrum die fast
durchgängig spielr. Kann auch nerven...
"Disciple of Despair" plätschert
im mittlerweile gewohnten Tritt durch
den CD-Spieler, und "Scapegoat Utopia"
ist der Rausschmeißer.
Fazit: S
ie erfinden den Metalcore nicht neu, und
den Metal im Blut haben sie be-
stimmt nicht. Die melodischen Sachen hingegen
sind gelungen. Alles in
allem eine CD die ich mir vielleicht noch
nen paar mal anhören werde,
aber auch nicht alle Stücke.
Montan
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