Atemnot – Uhrwerk Zweitausendsechs
Label: Nix Gut
VÖ: 2006
Tracks: 13
Format: CD
Links: http://www.atemnot89.de.vu
Schublade: DeutschPunk
Atemnot erscheinen mir mit ihrer
Platte „Uhrwerk Zweitausendsechs“ direkt vertraut,
was zum einen daran gelegen haben muss,
dass sie sich mit typischen Deutsch-
Punk präsentieren. Nicht zu übersehen
ist die Anlehnung des Titels an Kubricks
„Clockwork Orange“ und mit dem gleichnamigen
Lied wird festgestellt, dass sich die
Welt seit der Zeit unseres Droogies Alex
nicht sonderlich verbessert hat.
Die schön anzusehende CD kommt im
grau-orangen Digipack daher und beinhaltet
nicht nur 13 Songs inklusive zwei Instrumentalstücken,
sondern auch einen „PC-Vi-
deo-Track“; Genauer: ein Musikvideo zum
Lied „Uhrwerk Zweitausendsechs“.
Dieses Lied ist auch mein eigentlicher
Favorit des Albums. Musikalisch wie auch text-
lich ansprechend, führt es dem Hörer
vor Augen, dass Individualität heutzutage als
schlecht empfunden wird, man sich so dem
Konformismus hingibt und sein Leben
somit verschwendet.
Beim näheren Hinhören und Betrachten
der Texte musste ich jedoch feststellen, dass
die CD beim ersten Hören zwar gefällt,
die Texte jedoch nicht sonderlich tiefgründig
sind. So klingt „Das ist Deutschland“
schon sehr nach Stammtischstrategenpolitik.
Was ich damit meine, kann man nachvollziehen,
wenn man sich zum Beispiel die er-
sten Worte zu Gemüte führt:
„Wir haben keine Arbeit, wir haben kein Geld, der Staat
kümmert sich lieber um den Rest der
Welt.“ Des Weiteren hat sich die Band an das
Thema Tierkonsum gewagt. Leider fiel auch
hier das ganze eher Flach aus.
Fazit:
Eine CD, die man sich ganz gut anhören
kann wenn man auch Deutschpunk steht
oder nebenher laufen lässt.
Sarah
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