Review: Amulet - All That Is Solid Melts Into The Air

Amulet - All That Is Solid Melts Into The Air

Label: Golf Records
Tracks: 10
Format: CD
Links: www.golfrecords.co.ukwww.amulet.no
Schublade: Punk/Hardcore/Emo/Hardrock

Eine Band aus dem hohen Norden, genauer gesagt aus Oslo, ist Amulet. Denkt
man an Punk und Skandinavien fällt einem wahrscheinlich zuerst Burningheart
ein, und auf den 2. Gedanken Turbonegro oder JR Ewing. Mit ersterem haben
Amulet, gegründet 1993 als 3er Combo, nun eine 5 Mann-Truppe, aber nichts zu
tun. Aber eben den gleichen Produzenten wie Turbonegro, und der Sänger von
JR Ewing hat dort mal Bass gespielt. Nach vielen 7inches, wurde das 2. Album
dann weltweit von Bitzcore releast, bevor es nach einem weiteren Release und
dem Rerelease des 2.Albums zu Golf Records ging, wo man dann auch die jetz-
igen Produzenten für "All That Is Solid Melts Into Air" traf, welcher auch schon mit
Refused, Poison the Well und Hell Is For Heroes gearbeitet haben. Interessante
Bandgeschichte wie ich finde, das Album wurde Live aufgenommen, also mit al-
len Musikern zusammen, und nicht die einzelnen Spuren aufeinandergelegt, wie
es meist üblich ist.
Ein eingängiges Riff startet bei "Crash Into My Room", und man hört schon so'n
bisschen einen skandinavischen Sound heraus, wie bei International Noise Con-
spiracy. Im Refrain erinnert es dann entfernt an Skatepunk, mir fiel da Millencolin
ein...aber egal, etwas härterer Punk der besten Sorte.
Etwas HC-lastiger geht es weiter mit "Warpriest", es ist schneller, der Gesang
ist zu einem Geschrei gewachsen, manchmal wirkt es störend wenn man mal
den Stil im Laufe eines Albums verändert, aber hier eben nicht, sehr gut.
Und wieder ein etwas anderer Stil bei "Sparks", diesmal Richtung Emo, aber
nicht übertrieben rumgeheult, sondern einfach mit Herz vorgetragen.
"Pitch Black Void" ist dann wieder etwas punkiger, der Stil der den Grossteil des
Albums ausmacht.
Halbzeit mit "Oslo Death City", hier wird sehr viel Wert auf den Gesang gelegt,
das merkt man, und man hört, dass es auch sehr gut passt.
Wieder Nordsound mit "Above The Law", aber dann doch etwas mehr in die Ska-
te-Richtung.
"Wishing For A Hurricane" ist dann wieder etwas schneller, mit vielen guten Ideen
ausgestattet, und ein Wahnsinns-Refrain, den man mitsingen muss.
Auf einen Mitsingrefrain lässt der Titel des nächsten Liedes nicht hoffen: "Lfmdfm".
Dieser Song klingt trotz merkwürdigen Titel grandios, gute Riffs, Schlagzeugpart,
Solo und allem erdenklichen eingeschlossen.
Schlagzeug hört man am Anfang von "Wasted Year", und auch hier gibt es astrei-
nen Punk aus dem Norden zu hören, mit sehr viel Melodie in der Stimme, aber
auch mit der nötigen Härte auf der Instrumental-Seite.
Leider schon das letzte Stück: "Solid". Hier wird es dann etwas ruhiger und auch
wieder emotionaler, bevor gegen dann noch mal ein Schlußsprint eingelegt wird,
welcher sich gewaschen hat.

Fazit:
Eine Platte auf einen durchweg sehr hohem Niveau, eine sehr interessante Band,
hier passt alles. Man kann es nebenbei hören, beim Autofahren, genau wie beim
Abgehen, ein Album für alle Fälle, zumindest reinhören sollte man jedenfalls.

Montan
 

Zurück zur Startseite