Review: Amber Pacific - Truth in Sincerity
 
 
Amber Pacific - Truth in Sincerity

Label: Hopeless
VÖ: 22.06.07
Format: CD
Tracks: 12
Links: www.amberpacific.com, www.hopeless.com
Schublade: Punk / Emo / Pop
 

 

Amber Pacific sind wohl das diesjährige high priority Release von Hopeless Rec-
ords. Ihr Debut "Possibility & The Promise" verkaufte sich bereits über 66.000 mal,
entsprechend groß sind die Erwartungen an den Nachfolger. Das die Band beim
Nachfolger auf Qualität setzt, lassen schon die Tatsache dass man sich zwei Jah-
re Zeit genommen hat und das schlichte, weiß auf weiß gedruckte, edel wirkende
Cover vermuten.

Amber Pacific sind unsympathischer Weise aber auch eine dieser Stylobands,
die ca. 150.000 MySpace Freunde haben, im Booklet ausführlich Gott und ihre
komplette Familie mit emotionalsten Geschwarfel grüßen und auf den ersten
Blick eher den Eindruck vermitteln ein Produkt als eine Band mit Aussage zu
sein.

Hören wir also mal rein: Das Intro "Rule #76" erzeugt erstmal die Stimmung das
nun etwas großes und majestätisches kommt. Die Jungs nehmen sich und diese
Platte wichtig. Kein Platz für Bescheidenheit. Doch direkt der Opener "Summer
(in B)" ist dann eine für mich eine angenehme: Anstatt einer weinerlichen Midtem-
po-Nummer (in dieser Richtung entwickeln sich Bands dieser Art zur Zeit ja gerne
ma) gibt es gleich einen flotten Pop-Punk-Song der überzeugend kann.

"Temporary" geht langsamer, aber immer noch poppig und catchy zur Sache. In
die zu erwartende Richtung geht es dann endgültig mit "You're only young once":
emotional und mit Streicheruntermalung. "Living Proof" kombiniert Emotionen
und flotten Punk.

"Follow your dreams, forget the scene" ist der persönlichste Song des Albums
und ist vom einem Treffen der Band mit einem schwerkranken Fan geprägt.
"Take me from this" schließt sich sehr emotional-hymnisch, wieder mit Streich-
erbegleitung, an. Mit dem darauffolgenden "Fall Back Into Life" haben es Am-
ber Pacific auf den Soundtrack zum "Teenage Mutant Ninja Turtles"-Soundtrack
geschafft. Qualitätspoprock.

Ironie beweißen die Jungs mit "We think we're Hardcore, cause, well, we are",
was eigentlich nur ein kurzes Interlude ist, bevor dann mit "Runaway" ein Pop-
Punkkracher folgt, bei dem es Mikro unterstützung von Mike Herrera von Mxpx
gibt.

Mit "Watching Over Me" werden nochmal die Bläser zum hymnischem Sound
aufgefahren, dann gibt es mit "Dear____, this has always been about standing
up for yourself..." noch nen nette Poppunknummer.

Fazit:
Amber Pacific wildern in der Poppunk- und Emoecke. Dabei scheuen sie weder
hohes noch langsameres Tempo und liefern qualitativ hochwertige Songs ab. Für
Fans dieser Generes ein must have! Von den Jungs werden wir noch einiges hö-
ren...

BB
 

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