Adair - The destruction of everything is the beginning of something new
Label: Warcon / Bodog
VÖ: 09.03.07
Format: CD
Tracks: 13 + Videos
Links: http://www.adairmusic.com
Schublade: Emo
Also wieder eine Band aus dem Hause
Warcon/Bodog. Wie schon oben genannt heißt der Fünfer
"Adair" und genauso
klingen sie auch. Man hört am Namen nämlich schon, dass die Emorichtung
eingeschlagen wird (Im Promoflyer steht geschrieben, dass der Sänger den
Bandnamen in einem
Buch für Babynamen gefunden hat). Nachdem im Jahr 2002 die
5-Song-EP "The permanent Bruise"
veröffentlicht wurde, gibt's nun ein Album mit
dem schwungvollen Titel "The destruction of everything
is the beginning of
something new". Man bekommt allerdings nicht unbedingt was neues auf die Oh-
ren,
sondern eher soliden Emo mit ein bisschen "Core" (im Promoflyer steht:"ihre
eigene Version
des härteren Rocks" - so kann man das auch umschreiben). Aber
genug des Lobs. Jetzt geht's zur
Platte, die bis auf ein paar kleinste Mankos
doch ganz annehmlich ist.
Alles fängt an mit einer Luftschutzsirene, die in ein sphärisches Intro übergeht
und mit Weltraumge-
räuschen und einem Echolot den Gesang von Rob Tweedie
unterlegt, der beim ersten Hören direkt
nach einer Mischung der Sänger von The
Used und New Found Glory und somit sehr Genretypisch
klingt. Der Song heißt
"The beginning of Everything (Valley of Fire)", was im späteren Verlauf dieser
Review noch eine Rolle spielen wird. Beim nächsten
Track servieren Adair dann handfestere Kost,
die auch ganz schön reinhaut. Bis
Track 5 gibt es gute Songs auf die Ohren, die gut als Füllmaterial
für das Album
dienen. Ab Track 5 wird es allerdings interessant. Hier kommt eine ziemlich
filigrane
Gesangsmelodie daher, die zeigt, wie gut der Sänger wirklich ist und
auch der Text brilliert mit Zeilen
wie "learn to seperate your Jaw /// when you
find it hard to swallow". Nummer 6 ist der erste halbwegs
"upbeatige" Song, der
besonders im Refrain gefällt. Track 7 wirkt gut mit einigen Tempo und Rhyt-
musspielereien und Track 8 ist eine dieser Emonummern wo man in der Disco
steht, tanzen will aber
nie genau weiß von welcher Band der Song gerade ist und
das meine ich als großes Kompliment.
Darauf folgt ein Klavierinterlude mit
Störgeräuschen aus einem alten Radio oder sowas ähnlichem
und das ganze heißt
dann "In the Corner, Quietly dying". Danach kommt eine neue Seite von Adair
zum Vorschein... Es geht schneller zur Sache als in den ganzen Songs zuvor und
auch Melodie-
technisch wird man gradliniger, was sich positiv auf das Gesamtbild
der Songs auswirkt. Der letzte
Song "The beginning of something new (City of
Hope)" (ich hatte ja versprochen, dass noch was
nachkommt...) ist den
schließlich die große "Bombast-Emo-Nummer", auf die man praktisch das
ganze
Album über gewartet hat. Die CD wird mit dem Sinusrhytmus eines Herzens
abgeschlossen,
der erst immer schneller schlägt und dann aufhört zu schlagen
und in ein langes piepen ausläuft,
das symbolisiert wie einer CD sterben kann.
Großartig.
Artworktechnisch ist die CD sehr zwiegespalten. Das Boklet ist sehr düster
gehalten und ind Rot
und Schwarztönen (bis auf eine grell-gelbe Doppelseite,
die irgendwie so garnicht ins Konzept
passen will, aber vielleicht verschließt
sich mir auch einfach nur der Grund.) Das Cover sieht aus
wie eine alte
französische Rote Samttapete, mit wenig Schmuck aber viel Wirkung, denn man sieht
nur den Bandnamen, den Albumtitel und auf der Rückseite ein Herz mit einem Dolch
darin (dem
Bandlogo).
Ich kann übrigens nur jedem empfehlen sich mal die Homepage der fünf Jungs aus
Kalifornien anzu-
schauen, die basiert nämlich auf ner ganz witzigen Idee. Und die
Ausführung ist halt so gut wie man
sowas mit Flash eben umsetzen kann.
Anspieltipps: "Vanity and Death" /// "Separate your Jaw" /// "The beginning of
something new"
Fazit:
Das ganze Album ist von midtempolastigem Emo geprägt und verschnellert
sich erst auf den letzten Metern. Meiner Meinung nach hätte man die Tracks 3
und 4 rauslassen können, aber auch so ist die Konserve von Adair als Gesamtpaket
gut gelungen.
love /// who killed josephine
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