Review: The Abominable Iron Sloth – s/t
 
The Abominable Iron Sloth – Abominable Iron Sloth

Label: Undergroove Records
VÖ: 19.05.06
Format: CD
Tracks: 9
Links: http://www.ironsloth.com
Schublade: Sludge-Noise / „langsamer Metal“
 
 
Es geht verzerrt zur Sache bei den 5 Mannen. Alle 3 Gitarren, der Bass
und der Gesang sind verzerrt. Die US-Amerikaner machen schon in
den Titeln klare Aussagen: “I´d Rather Die than Fly“ und „Parasite Hilton
and Other Flaws inherent to Wealth“ verdeutlichen, dass man in dem
natürlich undeutlichen Geschrei tatsächlich Sinn finden kann.

Tempomäßig geht’s allerdings äußerst gemäßigt zu, hier und da ein et-
was fluchseres Break, aber der Hauptwert wird auf tiefe, eingängige
Riffs gesetzt.

Oberflächlich gehört klingt so ziemlich jeder Song wie jeder andere. Auch
bei etwas genauerem Hinhören stellt man nur wenig Unterschiede fest.
Die Texte handeln von (gegen) Gott, von „burn“ und geburnt werden,
„blood“ und „death“ tauchen auch auf. Das übliche also. Verstehen kann
man es eh erst, wenn man mitliest. Und das macht man nur, wenn man
es sich mehr als einmal anhört, also weiter zur Instrumentation: “Hats
made of Veal and that newcar scent“ verrät vom ersten Akkord an das
Tempo. Im Grunde weiß man hier schon, wie das Album klingt. Bei „I´d
rather die than fly“ empfängt einen ein 30 sekündiges Flanger-Geflüster-
Intro bevor es dann gleich ins Hauptriff übergeht und der Song dem er-
sten doch ähnlich wird.

“I am the carcass“ geht mit (natürlich verzerrtem) Bassintro los, dann
setzen alle ein ins Riff, Geschrei drüber und gut. “A hot pink shell of my
former self“ startet sehr flott, dann spielt die Gitarre das Hauptriff und
dann alle. Kennen wir doch das Muster. Alles gleich langsam hier, wenig
Überraschung.
„Parasite Hilton and Other Flaws inherent to Wealth“ ist dann endlich ein
wenig schunkelbarer und hat als Hauptaufhänger die Zeile „Run slut run“
und sonst eher wenig Text. An „A distant pond from the Rivers of human
limelight“ ist besonders der ruhige Teil so bei 1.30 min hervorzuheben
der mal einen schönen Kontrast zum Rest gibt, aber leider auch nicht so
lange anhält, bevor die Effektpedale wieder durchgetreten werden.
“The Familiy that slays together stays together“: Auch hier ist der Titel an
sich das Highlight. Sonst siehe oben...Übrigens schön, dass die Songs
immer nur so um die 3 Minuten lang sind.
“Climax of a nightmare“ wird am Ende wenigstens in ein einigermaßen
angenehmes Tempo gerückt und mit „Sailing to the Edge of the Earth“
wird’s ein Tucken experimenteller, ein nur wenig verzerrtes Riff, eine lei-
se Frauenstimme, aber nur 2:10 min lang, dann ist Schluss mit der Plat-
te.
 
Das Artwork in Schwarz-Weiß gehalten sieht an mancher Stelle eher
günstig als chick aus, aber die netten Comics im Booklet entschädigen
dafür.
 
Fazit:
Wenn schon verzerrt, dann auch Tempo, so ist das nicht halbes und nichts
ganzes. Kann mich nicht damit anfreunden und sie auch nicht weiterem-
pfehlen.
 
Felix (www.fatflat.de)
 

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