Against All Authority - The Restoration of Chaos & Order
Label: Hopeless
VÖ: 19.05.06
Tracks: 14
Format: LP / CD
Links: http://www.aaaonline.org,
http://www.hopelessrecords.com
Schublade: Streetpunk / Ska
Lange war es ganz ruhig um Against All
Authority aus dem sonnen-
verwöhnten Florida. Dann gab es im
Juli 2005 mal wieder ein Le-
benszeichen in Form einer Split-CD mit
Common
Rider. Ein knap-
pes Jahr später steht ihr neues Album
"The Restoration Of Chaos
& Order" in den Läden und besser
könnte der Zeitpunkt garnicht
gewählt sein, denn Politpunk ist
zur Zeit schwer im Trend.
Richtig rotzig legt die Scheibe gleich
mit dem Titeltrack "The Re-
storation of Chaos & Order" los. Der
Gesang von Danny Lore wird
bei Streetpunkfans wie immer für
Freudenausbrüche sorgen, sorgt
wahrscheinlich aber auch dafür, dass
die Band nicht alle Leute die
zur Zeit auf Bands wie Anti-Flag
und
ZSK stehen mit auf ihre Seite
ziehen wird.
"Sweet televised Destruction" verliert
nichts an punkiger Rotzig-
keit, setzt aber erstmals auf Ska und
Reggae Einflüsse, die Alan
Veronese wie immer prächtig mit seiner
Trompete begleitet.
"All Ages Show" überzeugt durch einen
eingängigen, mitsingbaren
Refrain, bevor "Collecting Scars" sich
wieder Offbeat beeinflußt
zeigt.
"Radio Waves" ist für mich einer der
Hits der Platte. Schöner Ska-
Punk mit sehr viel Trompeteneinsatz und
einer Stimme die einfach
perfekt zu diesem Song passt.
"Silence is golden but duct tape is silver"
ist wieder einer dieser
Songs zwischen Offbeat und Streepunkfeeling,
es folgen die härte-
ren "Shut It Down" und "I just wanne start
a Circle Pit", die von der
Ska-Punk-Nummer "Sunshine Fist Magnet"
getrennt werden.
"War Machine Breakdown" ist ein cooler
Song, der auch schon auf
der Split-EP war, einige werden ihn daher
also schon kennen. Das
folgende "Grinding my Life away" setzt
wieder auf chaotischen
Streetpunk, bevor dieser in "The Production
of Selfdestruction" von
Ska-Einflüssen aufgebrochen bzw.
ergänzt wird.
"Buried Alive" klingt einen Tick nach Horrorpunk,
für das würdige
Ende sorgt "Best Enemy", dass nocheinmal
die Qualitäten der
Band heraushebt: Ska-Streetpunk!
Ihr chaotischen Stil bewahren sich Against
All Authority auch beim
Artwork, denn hier passt garnichts zusammen:
Das Frontcover ist
im himmelblauen "heile Familie-im-Freizeitpark-Welt
mit Kampf-
hubschraubern in Hintergrund"-Design,
das Backcover ist rot und
zeigt düster die Stars&Stripes
an einem Haus auf dessen Terasse
zwei Leute sitzen, das Inlay zeigt ein
abgemagertes Kind mit einem
Tonassistenten und dem Spruch "The Soundtrack
of World War 3
sounds like this". Das Booklet ist schwarz
und in weißer Schrift fol-
gen ohne Absätze die Songtexte. Alles
in allem kein stimmiges Bild,
außer diesen Ideen hätten sich
drei gute bzw. aussagekräftige Art-
works machen lassen, so wirkt es irgendwie
zusammengeschus-
tert. Aber wir sind ja kein Kunst-Fanzine.
Fazit:
Hoffen wir mal, dass dieses Release nicht
zwischen top aufgestyl-
ten Produkten wie denen von Anti-Flag
oder ZSK unter die Räder
gerät! AAA zeigen eine gelungene,
mitsingbare und ska-inspirierte
Form des politischen Punkrocks, die jedoch
nicht so mainstream-
tauglich ist wie die Releases der zuvor
genannten Bands: Against
All Authority setzen auf Rotzigkeit
statt sexy sein! Eine feine Platte
und ein Muss für alle diejenigen
die sich mit politischem, ska-beein-
flußten Streetpunk anfreunden!
BB
Zurück zur Startseite