Review: Against All Authority / Common Rider...

Against All Authority / Common Rider - Split

Label: Hopeless Records
VÖ: 25.07.05
Tracks: 8
Format: CD
Links: http://www.hopelessrecords.com, http://www.punkbands.com/aaaonline/
Schublade: Street Punk / Rock

Nach einigen Wochen Klausurstress hab ich nun endlich
wieder Zeit mich um einge CD's zu kümmern. Den Start
macht gleich ein Release auf das ich mich sehr gefreut
habe.

Als ich vor einigen Monaten erstmals erfuhr, dass am 25.07.
diese Split auf Hopeless Records erscheinen soll, war ich
schon ganz schön überrascht, denn schließlich haben sich
Common Rider bereits 2003 aufgelöst und auch um Against
All Authority war es in letzter Zeit leider verdammt ruhig ge-
worden und das trotz großer Anti-Bush-Kampagne in der US
Punkszene und großem Erfolg von politischen Bands wie
Anti-Flag.

Den Anfang machen Against All Authority aus Florida mit
"Lied To" und der geneigte Hörer merkt gleich nach ein paar
Sekunden: Die Jungs sind ihrem politischen Street Punk treu
geblieben. Der Song geht gut nach vorne und Danny Lore
kann mit seinem rauhen Gesang mal wieder überzeugen.
"War Machine Breakdown" lässt es etwas entspannter angeh-
en, die geliebte Trompete kommt jedoch auch hier noch nicht
zum Einsatz und auch von Ska-Einflüssen kann noch nicht
wirklich geredet werden. Ein guter Punkrocksong, natürlich
mit Inhalt: "so you send the kids off to war (not yours) / once
again the rich kill the poor".
Wirklich nervenaufreibend wird es mit "Barricades". Der Song
erinnerte mich in den ersten Sekunden schon fast an eine
Psychobilly Nummer: Hochgeschwindigkeitsgitarre, ein fixer,
knalliger Bass und dazu der passende Gesang.
Mit "World Dominator" gibt es dann endlich die Ska- und Reg-
gae-Einflüsse: Eine langsame Offbeat-Gitarre und eine Latin
Ska Trompete sorgen wir gute Laune und schwingende Tanz-
beine.

Deutlich entspannter gehen die Jungs von Common Rider zur
Sache. Die Band um Ex-Operation Ivy-Sänger Jesse Michaels
existierte von 1999-2003, die auf dieser CD vorhandenen Songs
sind bisher unveröffentlicht und stammen aus den Aufnahmen
zum "This Is Unity Music"-Album, sind also die letzten Aufnah-
men der Band.
"Where The Waves Are Highest" beginnt mit Akkustikgitarren-
einsatz und ist ein schöner, ruhiger, entspannter und tanzbarer
Song.
Mit "Dogtown" geht es rockig weiter: Kein krachender, arsch-
tretender Punkrock, sondern schöner, leicht poppiger Rock mit
Country-Einflüssen in der Sologitarre und der überzeugenden
Stimme von Jesse Michaels wird geboten.
Da schließt sich auch "Blue Spark" an: Melodische Rockmusik
und ein echter Kontrast zum Streetpunk von AAA.
Das Ende makiert "The Only Ones" und auch mit diesem Song
bleibt die Band ihrem Stil treu.

Fazit:
Von Against All Authority hätte ich gerne etwas mehr Trompete
und Ska gehört, Common Rider hätten ruhig zwischenzeitlich
mal Arsch treten dürfen (was aber wohl überhaupt nicht in den
Stil der Band gepasst hätte) und das Coverartwork hätte eine
Nummer schöner Ausfallen dürfen, ansonsten eine wirklich ge-
lungene Split. Kontrast Programm mit einem starken "Übergangs-
song" und soweit man mit beiden Stilen klar kommt nur zu em-
pfehlen. Da kann man nur hoffen, dass AAA bald auch mal wie-
der ein ganzes Album raushauen.

BB
 

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