Review: 4ManBob – Rock Star

4ManBob – Rock Star

Label: N/A
VÖ: 2006
Format: CD
Tracks: 11
Links: http//www.4manbob.com
Schublade: SkaPunk
 

“You think that I´m a Rock Star” singt uns Leadsänger Nolan gleich als
erstes entgegen. Na mal sehen, ob ich das denke. Doch bevor ich das
ganze bewerten kann, muss ich erstmal was zum Dialekt sagen. Mann
Mann Mann, was sprechen die Jungs und Mädels in Neuseeland an-
scheinend komisch. Aber was solls, irgendwie klingts auch gut, nur ein
bischen gewöhnungsbedürftig.

Nun aber zum Musikalischen. Los geht’s mit dem Titelsong „Rock Star“.
Recht rockig gepaart mit ruhigen Parts und eingängigen Bläsersektion.
Sound klingt manchmal ein bischen dünn, was auch im weiteren Verlauf
der CD zu bemängeln sein wird.

Ok, weiter geht’s mit „Pommie Git“. Insgesamt kommt hier etwas mehr
der Ska raus. Allerdings wird das ganze auf Dauer auch ein bischen lang-
weilig. Mehr Druck, bitte. Aber den kriegen wir auch mit „Lank“ erstmal
nicht. Als wohl poppigster Song ist er auch gleichzeitig die Hymne für die
Basketball-Nationalmannschaft Neuseelands. Hier gefallen mir die Bläser
sehr. Da kann man richtig gut zu schunkeln. hehe.

„Ladys and Gentlemen, this is Ska”: “Live People As One”. Ein ganz ruh-
iges Skalied mit passendem Text. Obwohl auch ein bischen kitschig.
Endlich drückender geht’s weiter bei „Jack“. Allerdings geht’s hier textlich
auch nicht besonders aufwärts. Songs mit lyrischem Ich, mit komischen
Namen und komischen Geschichten dürfen nur NOFX machen. Basta…

„Water“, ein weiterer Sommer-Sonne-Rhythmus-Freibad-Hit. Und wenn
man jetzt mal grade so aus dem Fenster guckt, kann man das auch gut
gebrauchen. Ein bischen Sommer-Sonne. Danke dafür.

Und nun zum Tiefpunkt des Albums. Nix halbes und nix ganzes. „My Tribe“.
Das geht auch besser. Ist mir irgendwie zu melancholisch. Bei „Horse
Plops“ wird’s leider auch nicht besser. Wirkt alles ein bischen langweilig
und gezwungen.

Und zum Schluss wird dann noch mal die Bluesgitarre rausgeholt. Musi-
kalisch 1A, tanzbar und schunkelbar. Aber bitte nicht über den Text nach-
denken. Zeilen wie „Spread your wings and fly“ sind doch wirkluch ein biß-
chen überholt.

Aber huch, jetzt hätte ich ja fast „Taggers Anthem“ vergessen. Musikalisch
auch wieder ein Höhepunkt, aber „I´m just a product of society“ ist auch
nicht unbedingt eine Zeile, die ich ernst nehmen könnte.

Fazit:
Wenn demnächst mal wieder in deutschen Landen die Wolken sich vor
die Sonne schieben will, das Solarium schon zu hat und die Less Than
Jake und Mad Caddies Alben einem zum Hals raushängen, darf man ge-
trost zu dieser Scheibe greifen. Aber bitte nicht zu stark auf die Texte ach-
ten. Und: Zum Rockstar ist es in diesen Längengraden noch nicht so weit,
aber was nicht is, kann ja noch werden.

    Karsch

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